October 6, 2022
WTF: DeskPi Super6C: Sechs Raspberry Pi CM4 auf einem einzelnen Mini-ITX-Mainboard

DeskPi hat ein Mini-ITX-Mainboard entworfen, das ohne einen üblichen Desktop-Prozessor auskommt und stattdessen zum Raspberry Pi Compute Module 4 (CM4) kompatibel ist. Der Clou: Es passen nicht nur ein oder zwei CM4 auf die Super6C-Platine, sondern gleich sechs. Wer sich in der glücklichen Lage befindet, die passenden Compute Modules zu besitzen, bekommt so gleichzeitigen Zugriff auf sechs Broadcom-CPUs vom Typ BCM2711 und bis zu 48 GByte RAM.

Zusammengenommen stehen somit 24 Cortex-A72-Rechenkerne für allerlei Aufgaben bereit, etwa im selbst eingerichteten Homeserver. Da DeskPi die Standardmaße und -bohrungen von Mini-ITX-Mainboards verwendet, passt das Super6C in alle möglichen PC-Gehäuse. Mit neun Lüfteranschlüssen (dreimal 12 Volt, sechsmal 5 Volt) kann man auf Wunsch eine Mini-Turbine betreiben.



Das Internet ist voll von heißen IT-News und abgestandenem Pr0n. Dazwischen finden sich auch immer wieder Perlen, die zu schade sind für /dev/null.

Ein Gigabit-Ethernet-Switch übernimmt die Kommunikation zwischen den sechs Prozessoren und stellt zwei Gigabit-Ports nach außen bereit. Die beiden Bildausgänge – je einmal HDMI 2.0 und HDMI 1.4 – sind mit dem ersten CM4-Steckplatz verdrahtet. Zusätzlich gibt es zwei interne USB-2.0-Anschlüsse, zweimal USB 2.0 Typ A und pro Raspi-Modul einen Micro-USB-Port, mit dem man auf den internen eMMC-Flash-Speicher zugreifen kann.

Zur Speichererweiterung stehen auf der Platinenrückseite pro Raspi-Modul ein Micro-SD-Kartenslot und ein M.2-Anschluss bereit, der NVMe-SSDs mit einer PCI-Express-2.0-Lane anbindet. Ein DC-Netzteil mit einer Ausgangsleistung von 100 Watt legt DeskPi dem Super6C bei.

DeskPi Super6C (3 Bilder)

Die sechs Micro-SD-Kartenslots und M.2-Steckplätze befinden sich auf der Rückseite.

(Bild: DeskPi)

In den USA verkauft DeskPi das Super6C-Mainboard für 200 US-Dollar exklusive Steuern. Üblicherweise nimmt der Amazon-Store GeekPi die DeskPi-Produkte ins eigene Programm auf, sodass Interessierte das Board mit etwas Glück künftig nicht importieren müssen.

Aufgrund eines Komponentenmangels sind momentan allerdings die Raspberry Pi Compute Modules rar, was zu überzogenen Preisen führt, wenn man denn mal ein lieferbares Exemplar findet. Conrad gibt derzeit Lieferzeiten von mehreren Monaten an.

(mma)

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