October 6, 2022
Tesla legt angeblich seine Batteriefabrik-Pläne in Grünheide auf Eis

Laut eines Medienberichts drohen die Pläne zu platzen. Außerdem: Millionendeal – Adobe kauft Designerfirma Figma und Ethereum stellt auf stromsparenden Betrieb um.

In Grünheide sollten eigentlich Autos und Batterien hergestellt werden.

In Grünheide sollten eigentlich Autos und Batterien hergestellt werden.

Sean Gallup/Getty Images

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Tesla hat die Pläne für seine Batterieproduktion im Werk Grünheide bei Berlin offenbar auf Eis gelegt. Eigentlich sollten dadurch tausende Arbeitsplätze entstehen. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, wolle der US-Autobauer seine Batterie-Strategie ändern, um von neuen milliardenschweren Steueranreizen in den USA zu profitieren. Dort wird die Produktion von Batterien und Elektrofahrzeugen stark gefördert. Elon Musk gab keinen Kommentar zur Meldung ab. 

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) sagte dem „Tagesspiegel“: „Wir haben keine Informationen, dass irgendetwas verlagert werden soll. Grundsätzlich bleibt der Ausbau wie geplant“. In Grünheide produziert das Unternehmen von Elon Musk seit März Elektrofahrzeuge. Eigentlich sollte das europäische Werk auch zur weltgrößten Batteriefabrik werden. Deren Bau befindet sich im fortgeschrittenen Stadium. [Mehr bei Wall Street JournalHandelsblatt und Tagespiegel]

Auf Gründerszene: „Bei uns zu Hause hat sich immer alles um Teppiche gedreht“, sagt Ramin Mohammadi. Seine Familie verkauft seit mehreren Generationen Perserteppiche, weiterführen wollte er das Geschäft aber nicht. Stattdessen hat Mohammadi selbst ein Teppich-Startup gegründet. Mit Teppana spricht der Hamburger etwa Allergiker an, denn seine Produkte lassen sich waschen – und das Business besser skalieren. [Mehr bei Gründerszene]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Adobe kauft den Web-Designer Figma für 20 Milliarden US-Dollar. Der Betrag soll in bar und Aktien bezahlt werden. Vor etwas mehr als einem Jahr war Figma mit zehn Milliarden Dollar bewertet worden, der Hälfte des Kaufpreises. Figma spezialisiert sich auf kollaborative Software-Tools zum Erstellen von Web-Designs. Das Startup profitierte infolge der Corona-Pandemie und dem Trend zum Homeoffice von einer gestiegenen Nachfrage. Zu seinen Kunden zählen nach eigenen Angaben Airbnb, Google, Spotify, Netflix und Twitter. Die Übernahme soll im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Die Adobe-Aktien reagierten vorbörslich mit einem Kursrutsch von über zehn Prozent. [Mehr bei HandelsblattWall Street JournalCNBC und Financial Times]

Ethereum hat sein bisher größtes Upgrade vollzogen. Experten sprechen von einem Wendepunkt für den gesamten Kryptosektor. Bisher deuten alle Anzeichen darauf hin, dass der sogenannte Merge – der den Energieverbrauch der Kryptowährung um mehr als 99 Prozent senken soll – ein Erfolg war. Die Überholung des Ethereum-Netzwerks verändert grundlegend die Art und Weise, wie die Blockchain ihr Netzwerk sichert und Transaktionen verifiziert. Der Preis für Ether stieg nach dem Upgrade sprunghaft auf rund 1640 US-Dollar. [Mehr bei CNBCBloomberg und Guardian]

Die Verkäufe und Preise von NFTs (Non-Fungible Tokens) sind laut dem Kryptodaten-Tracker Dappradar nach dem Ethereum-Upgrade angestiegen. Eine der wertvollsten NFT-Sammlungen, Bored Ape Yacht Club, verzeichnete einen Umsatz von 1,3 Millionen US-Dollar, was laut Dappradar einer Steigerung von 187 Prozent innerhalb von 24 Stunden entspricht. Cryptopunks, eine weitere beliebte NFT-Sammlung, meldete im gleichen Zeitraum einen Anstieg des Handelsvolumens um 56 Prozent auf 1,4 Millionen Dollar. Der nach Verkaufszahlen führende NFT-Marktplatz Opensea registrierte einen Anstieg des Handelsvolumens um 77 Prozent auf zehn Millionen Dollar. [Mehr bei Bloomberg]

Rumble, eine Videoplattform, die sich als Alternative zu Youtube etabliert hat, soll nächste Woche an der US-Technologiebörse Nasdaq starten. Zuvor hatten die Aktionäre der Zweckgesellschaft Cantor Fitzgerald Acquisition für die Genehmigung eines Deals im Wert von 2,1 Milliarden US-Dollar gestimmt, um den Dienst per Spac an die Börse zu bringen. Rumble gab am Dienstag bekannt, dass es die monatlich aktiven Nutzer im August auf 78 Millionen erhöht hat, gegenüber durchschnittlich 44 Millionen im zweiten Quartal 2022. [Mehr bei The Information]

Die 75-Milliarden-US-Dollar-Übernahme des Videospielherstellers Activision Blizzard durch Microsoft steht vor eingehenden Untersuchungen in Brüssel und Großbritannien. Der Grund dafür sind zunehmende Bedenken, dass der Deal wettbewerbswidrig ist und Konkurrenten vom Zugriff auf das Blockbuster-Spiel Call of Duty ausschließen wird. Die Aufsichtsbehörden erwarten eine langwierige Untersuchung. [Mehr bei Financial Times und Reuters]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Delivery Hero-CEO Niklas Östberg stößt Aktien im Wert von zehn Millionen Euro ab. Börsianer werten das als schlechtes Zeichen. [Mehr bei Gründerszene]

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Einen schönen Freitag!

Eure Gründerszene-Redaktion

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