September 24, 2022
TechStage | Smart, Unterputz, Mehrfach: Wo USB-Ports an Steckdosen sinnvoll sind

USB-Geräte belegen zusammen mit einem Netzteil eine komplette Steckdose. Doch das ist in vielen Fällen gar nicht nötig. Steckdosen mit integrierten USB-Ports schaffen Abhilfe.
















































































Diesem Problem kann man aber auf mehrfache Weise begegnen. Zum Aufladen von USB-Geräten können Anwender auf Netzteile (Ratgeber) zurückgreifen, die mehrere USB-Ports bieten. Doch manche Geräte wie das Xiaomi 12 Pro (Testbericht) laden über proprietäre Techniken mit bis zu 120 Watt, die von Standard-Netzteilen nicht unterstützt werden. Wer also im Fall des Xiaomi das Smartphone in 20 Minuten aufladen möchte, muss das dafür vorgesehene Netzteil verwenden und damit eine Steckdose belegen.






















Wenn es nicht um Schnelligkeit beim Aufladen geht, sondern lediglich darum, ein USB-Gerät mit Strom zu versorgen, dann sind auch Unterputz-Steckdosen, Steckdosenleisten und Zwischenstecker mit integrierten USB-Ports eine Möglichkeit, dem Steckdosen-Mangel zu begegnen. Denn damit spart man sich pro Gerät ein USB-Netzteil, das ansonsten eine Steckdose belegt, sodass diese für Verbraucher mit hohen Leistungsanforderungen nicht mehr zur Verfügung steht.





























Ob Unterputzmodelle, Steckdosenleisten oder Zwischenstecker: Steckdosen mit integrierten USB-Ports erlaubt Anwendern, bislang für USB-Geräte genutzte Steckdosen wieder für Verbraucher mit hohen Leistungsanforderungen nutzen zu können.



















































Unterputz-Steckdosen mit integrierten USB-Ports sorgen dafür, dass Anwender mehrere Geräte an einer einzigen Steckdose betreiben können. Günstige Varianten mit zwei USB-A-Ports gibt es bereits für unter 10 Euro. Unterputz-Steckdosen mit USB-A und USB-C-Ports sind ab etwa 12 Euro inklusive PD mit bis zu 18 Watt und Zweifach-Varianten ab etwa 30 Euro erhältlich. Markenmodelle von Busch-Jaeger, Jung und Merten sind etwas teurer uns ab etwa 40 Euro verfügbar.






















Smarte Modelle mit WLAN, Zigbee oder Z-Wave gibt es unter den Unterputz-Steckdosen mit USB-Ports leider noch keine.




































Der smarte Zwischenstecker Aeotec Smart Switch versorgt über einen USB-A-Port die Überwachungskamera Annke Crater mit Strom.



















































Für die Stromversorgung von USB-Geräten können Anwender auch Zwischenstecker verwenden. Solche Modelle sind mit zwei integrierten USB-Ports bereits für unter 10 Euro erhältlich. Mit vier USB-Anschlüssen kosten sie etwa 14 Euro.






















Auch einige Modelle der smarten Zwischenstecker (Ratgeber), die per Funk wie WLAN, Zigbee oder Z-Wave in einem smarten Zuhause zum Einsatz kommen, können die Stromversorgung für USB-Geräte übernehmen. Allerdings bieten sie meist nur einen USB-Port und sind mit mindestens 15 Euro auch etwas teurer als die Standardmodelle ohne Funktechnik.


























































Auch Steckdosenleisten sind häufig mit einem oder mehreren USB-Ports ausgestattet. Dazu zählen beispielsweise auch smarte Modelle, die über einen WLAN-Anschluss verfügen und von der Ferne aus bedient werden können. Solche Modelle sind ab etwa 20 Euro verfügbar. Ohne WLAN gibt es USB-Steckerleisten bereits ab etwa 10 Euro.


























































Generell müssen Anwender bei den genannten Produktgruppen Einschränkungen bei der Ladeleistung in Kauf nehmen. Wer etwa die Schnellladefunktion seines Smartphones nutzen möchte, benötigt in der Regel das vom Hersteller gelieferte Netzteil oder ein kompatibles Modell (Vergleichstest: USB-C-Netzteile ab 10 Euro). Die meisten der in diesem Beitrag vorgestellten Produkte verfügen über USB-Ports, die eine Leistung von 5 Volt mal 2,1, 2,4 oder 3,4 Ampere (10,5, 12 und 17 Watt) bieten. Zudem beherrschen sie keine Schnellladestandards wie Quick Charge (QC) oder USB Power Delivery (PD). Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel: So gibt es zum Beispiel von Logilink eine Unterputz-Steckdose, die zumindest am USB-C-Port PD bis zu 18 Watt bietet und für etwa 22 Euro erhältlich ist. Und auch das Modell von Mc Power beherrscht PD mit bis zu 18 Watt. Mit knapp 17 Euro inklusive Versand ist es sogar noch etwas günstiger als die Logilink-Variante. Doch selbst das ist noch immer ein Kompromiss. Schließlich bieten aktuelle Smartphones eine Ladeleistung von mehr als 100 Watt (Testbericht).





























Gerüstet für beide USB-Stecker: Unterputzsteckdose mit USB-A- und USB-C-Port.



















































Während bis vor wenigen Jahren USB-Netzteile die bekannte, eckige USB-A-Buchse aufweisen, setzt sich zunehmend der neue C-Standard durch. Die Buchsen sind leicht zu erkennen: Sie sind kleiner und an den Seiten rund statt eckig. USB-C hat viele Vorteile, die allerdings in Verbindung mit Steckdosen kaum eine Rolle spielen. Man will weder Daten noch Bildinformationen übertragen und Standards für schnelles Laden oder gar Power Delivery zum Betreiben von Notebooks über den USB-Port gibt es aktuell praktisch nicht bei Steckdosen. Allerdings hat man die Wahl, ob man USB-A, -C oder eine Mischung aus beidem möchte.






















USB-C setzt sich sicher mittelfristig durch, daher ist es sinnvoll, beim Kauf auf eine Steckdose mit diesem Anschluss zu achten. Andererseits verwenden viele Geräte wie Überwachungskameras, Smart-Home-Zentralen und andere zur Stromversorgung auf einen USB-A-Port. Schließlich unterstützt die Mehrzahl der Netzteile ebendiesen Standard. Und auf der Geräteseite kommt meist eine Micro-USB-Buchse zum Einsatz. Und so dürfte aktuell die Mehrzahl der elektronischen Geräte entweder mit einem USB-A-auf-Micro-USB- oder mit einem USB-A-auf-USB-C-Kabel mit Strom versorgt werden. Eine Stromversorgung über ein USB-C-auf-USB-C-Kabel ist derzeit eher die Ausnahme. Dementsprechend sind Steckdosen mit USB-C-Ports nur dann sinnvoll, wenn sie tatsächlich als Ladeport und nicht als reguläre Stromversorgung für ein USB-Gerät mit nur wenigen Watt Leistungsaufnahme fungieren sollen. Dann sollten sie aber auch mindestens PD unterstützen.



















































Das eigene Smartphone hat einen USB-C-Anschluss; das des Partners Lightning, und die Kopfhörer wollen noch mit Micro-USB geladen werden. Aus Komfort– genauer gesagt Faulheitsgründen hängt deswegen in vielen Haushalten eine Batterie an unterschiedlichen Ladekabeln, gerne auch immer in der Steckdose und unter Saft, damit immer der passende Ladestecker griffbereit ist. Effizienter sind Multi-Ladekabel, die auf der einen Seite einen USB-A- oder USB-C-Stecker haben und auf der anderen Seite eine Kabelpeitsche mit den üblichen Verdächtigen, aktuell meistens USB-C, Micro-USB und Lightning. So ist ein Kabel ausreichend für alle Geräte, meist laden sie sogar gleichzeitig.





























Magnetische Ladekabel für wenige Euro sind kompatibel zu allen Geräten mit USB-Ladeport.


























































Dass Unterputz-Steckdosen, Steckdosenleisten und Zwischenstecker mit integrierten USB-Ports in der Regel keine Schnellladetechniken bieten, ist ein Kompromiss, auf den man sich ruhig einlassen kann. Schließlich kann man das Smartphone nach wie vor über das mitgelieferte Netzteil laden. Doch der steigenden Anzahl von USB-Geräten wie Überwachungskameras, Hubs und Gateways im Smart-Home-Bereich und andere Geräte, die für einen Dauerbetrieb an herkömmlichen USB-Ports geeignet sind, kann man mit den hier vorgestellten Lösungen begegnen. Dank der USB-Ports stehen die bislang für diese Geräte genutzten Steckdosen wieder Verbrauchern mit hohen Leistungsanforderungen zur Verfügung und werden nicht durch ein USB-Netzteil belegt.






















Klar ist aber auch, dass Steckdosen mit USB-Ports, – auch wenn sie nicht in Gebrauch sind –, im Standby etwas Strom verbrauchen. Daher sollte man sie nur verwenden, wenn die USB-Ports tatsächlich für Verbraucher benötigt werden.



















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