September 28, 2022
TechStage | Gaming-Monitore: Das beste Display zum Zocken

Fürs entspannte Spielchen zwischendurch ist ein Einstiegs-Gaming-Monitor die ideale Anzeige. Damit der Zockerspaß frustfrei bleibt, muss auch der günstige Spiele-Bildschirm Mindestanforderungen erfüllen. Mit diesen Tipps gelingt der Kauf, ohne den Geldbeutel über Gebühr zu belasten.





















































Wer budgetbewusst einkaufen will, muss auf einen Gaming-Bildschirm nicht verzichten. Allerdings erschwert die unübersichtliche Modellvielfalt – wie bei allen Monitoren – eine schnelle Auswahl. Gut, dass in den meisten Fällen der Spiele-Monitor durch auffällige Design-Elemente auf sich aufmerksam macht. So lässt er sich schon allein optisch leicht von Büro- oder Multimedia-Monitoren unterscheiden. Raffinierte Standfüße, farbige Gehäuseteile und LEDs auf der Monitorrückseite unterstreichen den Spielecharakter. Vielfach sind auch die Gaming-Schirme rahmenlos konstruiert, damit sich möglichst übergangslos mehrere Displays zu einem Multi-Monitor-Setup nebeneinander gruppieren lassen.






















Und auch wenn sich der Spiele-Bildschirm in erster Linie das Gamen auf die Fahnen schreibt, meistert er natürlich auch alle anderen Aufgaben mühelos. Das gilt fürs Arbeiten genauso wie fürs Videoschauen oder kreative Tätigkeiten – etwa das Bearbeiten von Fotos oder Videos. Da jedoch nicht alle günstigen Spiele-Displays automatisch alle Anforderungen ans sorgenfreie Gamen erfüllen, helfen diese Tipps bei der Kaufentscheidung. Sofort ist klar, was ein günstiger Spiele-Monitor mitbringen muss, damit der Einstieg ins Gaming mühelos und zum fairen Preis gelingt.



















































Wie bei jedem Monitorkauf setzt der geplante Aufstellort die Grenze, wenn es um die Größe des Gaming-Monitors geht. Dazu kommt das subjektive Empfinden. Für den Einstieg in den Spielegenuss eignen sich zwei Diagonalen: 24 und 27 Zoll. Für beide Größen gilt: Der Spieler kann nah am Bildschirm sitzen, um möglichst tief ins Spielgeschehen einzutauchen. Mit einem 24-Zöller gelingt das noch besser als mit einem 27-Zoll-Schirm. Wer Shooter spielen will, greift eher zum 24-Zöller. Wer zum Alleskönner-Gaming-Monitor tendiert, für den ist ein Gaming-Schirm mit 27-Zoll-Diagonale ideal.






















Die gewählte Größe hat direkte Auswirkung auf die Höhe der Auflösung. Bei einem 24-Zoll-Monitor ist Full-HD (1920 x 1080 Bildpunkte) die beste Auflösung. Weniger Pixel dürfen es auf keinen Fall sein und finden sich auch kaum mehr. Bei einem 27 Zöller gibt es für den Gaming-Einstieg mit Full-HD und WQHD (2560 x 1440 Bildpunkte) zwei Auflösungsstufen. Spieler, die einen sehr geringen Sitzabstand bevorzugen, können bei Full-HD einzelne Pixel erkennen. Das empfinden viele Gamer als ungemein störend. Insofern sollte es hier die WQHD-Auflösung sein.


























































Für Gaming-Monitore ist eine hohe Bildwiederholrate mit das wichtigste Kriterium. Das gilt auch für den Budget-Spielemonitor. Inzwischen sind 120 oder besser noch 144 Hertz auch für den Gaming-Einstieg ratsam und zum vertretbaren Preis möglich. Der Kompromiss mit einem 60- oder 75-Hertz-Display muss daher nicht mehr sein. Je flüssiger der Monitor das Spiel anzeigen kann, desto besser fällt auch die Spieleleistung aus. Dazu steigt das Spielgefühl, da sich jede Handlung verzögerungsfrei und ohne Bildfehler durchführen lässt. Mit einem Gaming-Monitor ab 120 Hertz Bildwiederholrate lassen sich alle Spielearten realisieren – vom Strategie- oder Abenteuerspiel bis zum Shooter oder Rennspiel.






















Auch im Gaming-Einstieg beherrschen die Schirme mindestens eine Synchronisationstechnik wie Adaptive Sync oder Nvidias G-Sync beziehungsweise AMDs Freesync. Hier stimmt sich die Grafikkarte mit dem Display ab, um immer die passende Bildwiederholrate auszuliefern. Damit wird Screen Tearing verhindert – ein unerwünschter Effekt, der auch als Einzelbild-Zerreißen bekannt ist und bei schnellen Bildwechseln auftritt. Welche Sync-Technik relevant ist, hängt von der Grafikkarte des Rechners ab: Freesync setzt eine AMD-Karte voraus, für G-Sync ist eine Grafikeinheit von Nvidia nötig.






















Die schnellen Bildwiederholraten setzen eine entsprechend potente Grafikkarte voraus. In jedem Fall ist eine separate Grafikeinheit (GPU – Graphics Processing Unit) Bedingung für richtigen Spielespaß. Fürs Gamen in 1080p reicht eine Mittelklasse-Grafikkarte aus. Wer budgetbewusst handelt, wählt anstelle einer topaktuellen Karte wie Nvidia Geforce RTX 3050 oder AMD Radeon RX 6600 ein Vorgängerexemplar, um die hohe Performance von 144 Bildern pro Sekunde preisbewusst zu realisieren. Mehr dazu in der Top 10 Grafikkarten 2022: AMD Radeon gegen Nvidia Geforce im Vergleich.


























































Unter der Reaktionszeit ist die Dauer des Farbwechsels eines Pixels zu verstehen. Obwohl er je nach Farbe variiert, verwenden Monitorhersteller oft den schnellsten Grauwechsel von einer Millisekunde, um das Tempo eines Monitors zu unterstreichen. Bessere Orientierung gibt jedoch der Paneltyp. Günstige Gaming-Monitore basieren nach wie vor oft auf einem TN-Panel (Twisted Nematic). Es ist vergleichsweise einfach im Aufbau und daher günstig in der Herstellung. Der Vorteil von TN liegt eindeutig in der flotten Reaktionszeit. Zu den Schwächen zählen der empfindliche Blickwinkel und die weniger farbstabile Darstellung.






















Genau in puncto Blickwinkel und Farbstabilität kann das IPS-Panel (Inplane-Switching) seine Stärken ausspielen. Mit 178 Grad sind die Winkel sogar optimal weit. Die bisherigen Nachteile der im Vergleich zu TN höheren Panelpreise und langsameren Reaktionszeiten haben sich inzwischen relativiert. Das verdankt die Paneltechnik Weiterentwicklungen wie Fast-IPS.






















Fürs schnelle Gameplay eignen sich VA-Panel im Vergleich zu den Mitbewerbern weniger. Dazu sind die Schaltzeiten mit ungefähr 5 Millisekunden zu träge. Wenn es im Spiel nicht ganz so flott zugeht, profitiert der Gamer von hoher Blickwinkelstabilität, guten Kontrasten und natürlicher Farbdarstellung.



















































Gemeinhin wird der Hochkontrast (HDR – High Dynamic Range) mit UHD (Ultra High Definition) oder noch höheren Auflösungen in Verbindung gebracht. Der Zusammenhang stammt aus dem Fernseher-Bereich. Allerdings sagt die Auflösung eines Monitors nichts über die Darstellungsqualität von HDR-Inhalten aus. Es gibt durchaus auch Full-HD- und häufiger noch WQHD-Monitore, die HDR beherrschen.






















In erster Linie hängt die HDR-Fähigkeit mit der Helligkeit des Monitors zusammen. Ein Gaming-Schirm muss wie jeder andere Monitor bestimmte Helligkeitsvorgaben erfüllen, für die die VESA (Video Electronics Standards Association) die Richtlinien in der Spezifikation „DisplayHDR“ vorgegeben hat. Erfüllt ein Monitor die Mindeststufe, erreicht er eine Helligkeit von 400 Candela pro Quadratmeter auf zehn Prozent des Panels und hält sie über eine Zeitspanne von einer halben Stunde. Gleichzeitig kann er eine Helligkeit von 320 Candela pro Quadratmeter auf der gesamten Anzeigefläche wiedergeben. In weiteren Stufen von 600 und 1000 geht der Standard inzwischen bis 1400 und wird von weiteren Kriterien wie der Abdeckung von Farbräumen wie DCI-P3, der Farbtiefe oder bestimmter Schwarzwert-Vorgaben abgerundet. Erfüllt ein Monitor den Standard, erhält er gemäß seiner Helligkeitsstufe das Logo „DisplayHDR400“ und aufwärts.






















Für Einstiegs-Gaming-Monitore mit einer Diagonale von 24 Zoll und Full-HD-Auflösung macht HDR jedoch keinen Sinn. Der Grund: Der Unterschied zu SDR (Standard Dynamic Range) ist schlicht nicht erkennbar. Deshalb finden sich auch HDR-fähige Gaming-Monitore erst ab einer Größe von 27 Zoll – dann aber für beide Auflösungsstufen Full-HD und WQHD. Ein HDR-fähiger Monitor kostet etwas mehr. Allerdings gibt es auch im Einstiegs-Gaming-Bereich bereits preiswerte 27-Zöller mit HDR.


























































Das Gaming in Full-HD oder WQHD in hohen Bildraten übernimmt der Displayport-Anschluss. In der Regel schafft nur diese Schnittstelle die Kombination aus Synchronisierungstechnik und maximaler Bildwiederholrate. Trotzdem bieten auch Budget-Spielemonitore weitere Schnittstellen – in der Regel HDMI-Ports – oder auch in seltenen Fällen noch einen VGA-Eingang, der aber inzwischen veraltet ist.






















Selbst bei günstigen Gaming-Monitoren finden sich oft USB-Ausgänge am Gehäuse. Sie sind fürs Anschließen von Peripheriegeräten wie Tastaturen oder Mäusen praktisch, lassen sich aber auch gut für externe Festplatten einsetzen. Die aktuelle USB-C-Schnittstelle ist nur in Ausnahmefällen vorhanden. Wer auf sie Wert legt, muss sich im höherpreisigen Segment umsehen.






















Oft sind auch Einsteiger-Gaming-Monitore mit einigen Ergonomie-Funktionen ausgestattet. Sie dienen zum Anpassen an den Aufstellort und lohnen sich, um eine möglichst optimale Spieleposition zu erreichen. Der Monitor sollte sich neigen und in der Höhe verstellen lassen. Mehr Möglichkeiten wie ein drehbarer Standfuß oder das Hochkantstellen (Pivot) des Schirms können zudem nicht schaden.



















































Den Gaming-Charakter unterstreichen neben hohen Bildraten und dem Einsatz von Synchronisationstechniken auch zusätzliche elektronische Hilfsmittel im Onscreen-Menü. Sie dienen dazu, die Gaming-Performance weiter zu steigern. Verbreitet sind Einstellungen, die dunkle Bildbereiche aufhellen, um Details besser und schneller erkennen zu können.






















Zu den spielespezifischen Features gehören etwa Fadenkreuz-Overlays, die in Shootern das schnellere Erfassen von Gegnern ermöglichen, oder Spielemodi für Rennen oder FPS (First-Person Shooter). Eher auf Ausdauer ausgelegt sind Features zum Schonen der Augen oder Blaulichtfilter, wie sie auch von Monitoren für Büro, Multimedia oder Grafik bekannt sind.



















































Gerade bei einem Spiele-Monitor macht ein gekrümmtes Panel zweifelsohne Sinn. Durch die Biegung hat der Spieler die gesamte Fläche besser im Blick und kann auch schneller reagieren, wenn sich etwas in den Ecken oder an den Rändern abspielt. Das gilt insbesondere für Fans von Rennspielen oder Shootern. Viele Spieler bevorzugen die höhere Immersion. Dank der Krümmung steigt das Gefühl, tiefer im Spiel einzutauchen. Allerdings ist ein Curved-Panel kein Muss. Ob es im Einzelfall den kleinen Unterschied macht, ist eine sehr individuelle Empfindung.






















Die meisten Gaming-Monitore für den Einstieg nutzen als Seitenverhältnis 16:9. Das gilt auch dann, wenn das Panel gekrümmt ist. Richtig lohnenswert ist ein Curved-Bildschirm ab der 27-Zoll-Diagonale. Denn bei einem kleineren 24-Zöller lässt sich Spielgeschehen meist noch über die gesamte Bildfläche hinweg genau im Auge behalten.


























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