October 1, 2022
TechStage | Fritzbox vs. Netgear & Co.: So findet man den besten WLAN-Router

Schnelles Internet, Video-Streaming, Online-Spiele oder Home-Office: Ein WLAN-Router macht das für jedes Gerät zu Hause möglich. Deshalb sollten sein Tempo und seine Ausstattung zum Heimnetz passen. Wie man den richtigen WLAN-Router findet, erklärt dieser Ratgeber.























































Ein WLAN-Router bringt PC, Notebook und Smartphone ins Internet – und alle anderen Geräte zu Hause, die einen Onlinezugang benötigen. Er sorgt dafür, dass jedes von Ihnen die beste Geschwindigkeit für Downloads, Surfen und Streaming bekommt. Außerdem soll der WLAN-Router garantieren, dass alle Geräte immer eine stabile Internetverbindung haben – der PC im Büro und das Smartphone im Kinderzimmer ebenso wie das Notebook auf dem Balkon oder der Smart-TV im Wohnzimmer.






















Welcher WLAN-Router diese Ansprüche am besten erfüllt, hängt hauptsächlich davon ab, wie schnell der Internetanschluss zu Hause ist, wie viele und welche Geräte darüber online gehen, und wie groß der Bereich ist, den sein WLAN abdecken soll.






















Aufgrund des großen Angebots bei WLAN-Routern gibt es für jede Anforderung das passende Modell: Router-Hersteller wie AVM, Asus, Netgear und TP-Link bieten viele Geräte mit unterschiedlicher WLAN-Leistung und Ausstattung an – vom WLAN-Router für das kleine Heimnetz oder den Einsatz unterwegs über Router, die das Video-Streaming für die ganze Familie optimal unterstützen, bis hin zu Modellen mit Top-Tempo und vielen Anschlüssen, die perfekt für Online-Spieler geeignet sind.



















































Am Anfang der Router-Wahl steht eine grundsätzliche Entscheidung: Soll das Modell ein Internetmodem eingebaut haben oder nicht. WLAN-Router mit Modem gibt es für alle Internetarten – VDSL, Kabel und Glasfaser. Ein Modem-WLAN-Router deckt in einem Gerät die meisten Anforderungen für das Netzwerk zu Hause ab: Er sorgt für den Onlinezugang, verbindet die Geräte im Heimnetz per WLAN und Ethernet-Kabel mit dem Internet und untereinander. Außerdem dient er vorwiegend als Telefonanlage und bietet je nach Ausstattung Anschlüsse für ISDN- und Analogtelefone sowie Faxgeräte. Häufig verfügt er obendrein über eine DECT-Basisstation für kabellose Telefone. Ein neuer WLAN-Router mit Modem lohnt sich besonders, wenn man sich einen Internettarif mit einer höheren Geschwindigkeit zulegt oder die Anschlussart des Onlinezugangs wechselt – zum Beispiel von VDSL zu Glasfaser.






















Ein Router ohne Modem ist empfehlenswert, wenn man schnelleres WLAN benötigt – zum Beispiel, weil es mehr Geräte im Netzwerk zu Hause gibt oder man sich höheres Tempo für schnelle Downloads oder gleichzeitiges Video-Streaming mit Smart-TV, Tablet und Smartphone wünscht. Verlagert man die Arbeit ins Home-Office und ist deswegen auf eine stabile WLAN-Verbindung oder eine bessere WLAN-Reichweite angewiesen, ist der Kauf eines neuen WLAN-Routers ebenfalls empfehlenswert.






















Per Ethernet-Kabel lässt sich ein WLAN-Router ohne Modem an das vorhandene Internetmodem beziehungsweise den Internet-Router des Providers anschließen. Er gibt den Onlinezugang über sein WLAN und seine LAN-Anschlüsse an die Geräte im Heimnetz weiter und überträgt ihre Daten zurück an Provider-Modem oder -Router.






















Ein neuer WLAN-Router mit oder ohne Modem lohnt sich auch, wenn er zusätzliche Aufgaben im Heimnetz übernimmt: Die meisten WLAN-Router lassen sich als Netzwerkspeicher nutzen und machen den Kauf eines NAS-Systems überflüssig: Sie haben eine oder mehrere USB-Buchsen, an die man einen USB-Stick oder eine USB-Festplatte anschließt. Auf die gespeicherten Dateien können alle Geräte zugreifen, die mit dem Router verbunden sind – das macht den Dateiaustausch im Heimnetz besonders einfach und sicherer als über einen Cloud-Speicher.






















Der neue WLAN-Router kann außerdem die Verbindung per Ethernet-Kabel beschleunigen: Einige Modelle bieten dafür LAN-Anschlüsse mit 2,5-Gbit- oder sogar 10-Gbit-Tempo. So wird der WLAN-Router zur optimalen Gegenstelle für ein schnelles NAS-System mit 2,5-Gbit-LAN oder ein aktuelles Spiele-Notebook, das diese Ethernet-Geschwindigkeit beherrscht.



















































WLAN-Router bieten auch viele Internet-Provider an: Telekom, Vodafone, O2 und 1&1 vermieten sie für die Laufzeit des Onlinetarifs oder stellen sie gratis zur Verfügung. Allerdings sind diese Modelle häufig nicht umfassend ausgestattet oder ihnen fehlen bestimmte Funktionen. Obendrein gibt es bei jedem Provider nur wenige Router zur Auswahl, sodass man selten ein Gerät findet, dass optimal zum eigenen Netzwerk zu Hause passt.






















Auf die Provider-Angebote kann man aber verzichten: In Deutschland ist gesetzlich vorgeschrieben, dass jeder Internetkunde den eigenen Router nutzen darf, sofern das Modell zur gewählten Anschlussart passt – die sogenannte Router-Freiheit. Im Router-Menü trägt man die Zugangsdaten für den bezahlten Internettarif ein und geht dann online.






















Ein eigener Router hat viele Vorteile: Man wählt genau das Modell aus, dessen Leistung und Ausstattung zum Heimnetzwerk passen. Zudem kann man ihn behalten, wenn man den Provider wechselt und ihn auch mit dem neuen Internettarif der gleichen Anschlussart nutzen.






















WLAN-Router mit Modem gibt es für jede Anschlusstechnik: Aktuelle Modelle für einen VDSL-Anschluss sollten dabei Supervectoring unterstützen. Damit taugen sie für Onlinezugänge mit einer Downloadrate von bis zu 300 MBit/s. Für einen Kabelanschluss sollte der Modem-Router den Standard DOCSIS 3.1 beherrschen. Bei einem Glasfaseranschluss gibt es die beiden Verbindungsarten AON und GPON: Das Glasfaser-Modem im Router muss daher die Technik für den jeweiligen Anschluss zu Hause verstehen.


























































Die Hersteller geben das Tempo eines WLAN-Routers meist in Mbit pro Sekunde an, entweder getrennt für die einzelnen Frequenzen oder als Summe. Häufig findet sich auch eine Bezeichnung wie AX3000 oder AX6000 als Tempoangabe: Sie steht für die addierte Geschwindigkeit über alle Frequenzen, die der Router unterstützt – also zum Beispiel 3000 MBit/s oder 6000 Mbit/s. Diese Werte geben die Leistungsfähigkeit der eingebauten Hardware an und berechnen sich unter anderem aus dem WLAN-Standard und der Anzahl der Datenströme, die der Router senden und empfangen kann.






















Diese Tempoangaben sind in der Praxis ohne Belang: Kein WLAN-Router erreicht sie, da seine tatsächliche Geschwindigkeit von zahlreichen anderen Faktoren abhängt: Zum Beispiel von den Geräten, die mit ihm verbunden werden sollen, denn bei einer WLAN-Übertragung bestimmt das langsamste Gerät das mögliche Tempo. Außerdem kommt es auf die Umgebung an, in der die Verbindung stattfindet: Je näher das verbundene Gerät dem WLAN-Router ist und je weniger die Funkverbindung durch Wände, Decken oder Mauern gestört wird, desto höher fällt die Geschwindigkeit aus.






















Anhand dieser Angaben lässt sich aber die Leistung verschiedener WLAN-Router einfach vergleichen: Ein Modell mit einem höheren Tempowert ist im realen Einsatz sehr wahrscheinlich schneller als einer mit einem niedrigeren.






















Hohe Geschwindigkeit garantiert ein WLAN-Router, der den neuen Standard Wi-Fi 6 nutzt – auch als 802.11ax bezeichnet. Er bietet die höchsten Übertragungsraten und die besten Voraussetzungen für WLANs mit vielen Wi-Fi-6-Geräten. Da ihn bereits viele Smartphones, und Notebooks unterstützen, lassen sich diese Vorteile sofort nutzen und werden umso wichtiger, je mehr Wi-Fi-6-Geräte im WLAN unterwegs sind. Doch auch ältere Geräte verbinden sich problemlos mit einem Wi-Fi-6-Router, denn der neue Standard ist kompatibel zu früheren Versionen wie Wi-Fi 5 (802.11ac) und Wi-Fi 4 (802.11n).






















Innerhalb eines Standards unterscheidet sich das Tempo von WLAN-Routern durch die parallelen Datenverbindungen (MIMO-Streams) sowie die Kanalbreite, die sie über jede WLAN-Frequenz einsetzen können – je mehr Streams und je größere Kanäle, desto höher ist das Tempo. Die Anzahl der Datenströme wird meist mit 2×2 oder 4×4 bezeichnet, wenn der Router zwei oder vier Datenverbindungen gleichzeitig aufbauen kann. Die Übertragungskanäle umfassen je nach Router-Modell 20 bis 40 MHz für die 2,4-GHz-Frequenz und 80 MHz bis 160 MHz für die 5-GHz-Frequenz.






















Wichtig sind diese Informationen zum Beispiel, wenn der WLAN-Router eine möglichst schnelle Verbindung zu einem bestimmten Gerät aufbauen soll – etwa dem Arbeits-Notebook oder dem Spiele-PC: Das beste Tempo kommt zustande, wenn die Angaben zu Streams und Kanalbreite bei Router und Gegenstelle übereinstimmen.






















Die meisten WLAN-Router mit vier oder mehr Streams beherrschen die Funktion MU-MIMO (Multi-User-MIMO): Sie beschleunigt das WLAN-Tempo in einem Netzwerk mit vielen Geräten, sofern diese ebenfalls MU-MIMO unterstützen.






















Für große Heimnetze oder hohe Geschwindigkeit empfehlen sich WLAN-Router mit Tri-Band-Technik: Sie können mit besonders vielen Geräten schnell Daten austauschen, weil sie drei voneinander getrennte WLAN-Netze aufbauen.


























































Die meisten Hersteller von WLAN-Routern verzichten auf eine Angabe zur Reichweite: Das ist verständlich, denn ebenso wie das Tempo hängt die tatsächliche Reichweite sehr stark von den Bedingungen ab, unter denen der Router arbeitet.






















Grundsätzlich bieten aktuelle Router mehrere Möglichkeiten, mit denen sie die WLAN-Reichweite verbessern: Fast alle zum Beispiel nutzen zwei Funkfrequenzen – 5 GHz und 2,4 GHz. Über die 5-GHz-Frequenz schaffen sie grundsätzlich ein höheres Tempo, über 2,4 GHz eine bessere Reichweite. Entsprechend kann man bestimmte WLAN-Geräte im Heimnetz über die jeweils passende Frequenz mit dem Router verbinden. Sofern der WLAN-Router die Funktion Band-Steering beherrscht, übernimmt er diese Aufgabe automatisch: Er nutzt für beide Frequenzen dann nur einen WLAN-Namen mit einem Passwort und kann verbundene Geräte so auf die Frequenz umleiten, auf der sie momentan die beste Verbindung zum Router bekommen.






















Die Reichweite eines WLAN-Routers lässt sich außerdem bequem erweitern, wenn er Mesh unterstützt: Dann verbindet er sich mit Geräten desselben Herstellers, wie einem zusätzlichen WLAN-Router, einem WLAN-Repeater oder einem WLAN-Powerline-Adapter zu einem größeren, gemeinsamen Netzwerk. Der Vorteil: Alle Einstellungen, die man im Menü des WLAN-Routers vornimmt, gelten automatisch für die anderen WLAN-Stationen. Obendrein sorgen sie mit der Funktion AP-Steering (Access-Point-Steering) dafür, dass mobile Geräte wie Notebook und Smartphone immer mit der optimalen WLAN-Station verbunden sind. Falls eine WLAN-Station ausfällt, springen andere Mesh-Geräte ein, um die WLAN-Verbindung aufrechtzuerhalten.






















Ob die Antennen eines WLAN-Routers eingebaut sind oder außen am Gehäuse sitzen, ist für Tempo und Reichweite nicht von Belang. Wichtiger für eine stabile und schnelle Verbindung ist, den WLAN-Routers optimal zu platzieren: Er sollte möglichst im Zentrum des Bereichs stehen, den sein WLAN erreichen soll, ist, und nicht hinter Möbeln, in einem Regal oder auf dem Fußboden.


























































Mit einem mobilen WLAN-Router lassen sich mehrere Geräte auch unterwegs ins Internet bringen – zum Beispiel im Hotel, der Ferienwohnung oder auf dem Campingplatz. Die Onlineverbindung stellt der Router per Mobilfunk her – zum Beispiel LTE oder 5G. Dafür besitzt er einen Einschub für eine SIM-Karte.






















Für die Geräte vor Ort baut er ein WLAN-Netzwerk auf, über das sie ins Internet kommen. Wie viele WLAN-Geräte sich mit dem mobilen Router verbinden können, hängt vom Modell ab – meist sind es zehn bis 15.






















Die meisten mobilen WLAN-Router haben einen Akku, sodass sie sich überall einsetzen lassen. Er lässt sich über einen USB-Anschluss aufladen. Gegenüber dem WLAN-Hotspot eines Smartphones haben die Geräte nicht nur eine größtenteils bessere Akkulaufzeit, sondern bieten auch eine höhere Geschwindigkeit.


























































WLAN-Router sind essenzielle Geräte im Netzwerk. Egal, ob fürs Streaming, zum Zocken oder um Daten auszutauschen. Die günstigen Geräte, die Anbieter mit ihren Zugängen bündeln, sind oft gut, aber wenig mehr. Wer höhere Anforderungen möchte, etwa, weil viele Geräte gleichzeitig ins Web müssen, dann sollte man üben ein Upgrade nachdenken.



















Read More

Leave a Reply

Your email address will not be published.