September 26, 2022
Sorge vor iPhone-Lieferstopp: Was Apple von Zulieferern in Taiwan erwartet

Apple hat seine Zulieferer in Taiwan angewiesen, sicherzustellen, die Vorgaben des chinesischen Zolls hinsichtlich der Angabe des Herkunftslandes penibel einzuhalten. Hintergrund ist der Besuch der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, in Taiwan, der für erhebliche Verstimmung in China gesorgt hat. Apple fürchte nun, dass China die Produktion des nächsten iPhones behindern könnte, um den USA und Taiwan einen Denkzettel zu erteilen, heißt es in Medienberichten.

Wie Nikkei Asia berichtet, sorge sich Apple vor Handelsbarrieren. Komponenten aus Zulieferbetrieben in Taiwan durften zwar noch nie mit “Made in Taiwan” gekennzeichnet werden. China sieht den Inselstaat als abtrünnige Provinz an, den es im Zuge seiner Ein-China-Politik wieder integrieren möchte. Doch jetzt schauen die chinesischen Behörden offenbar besonders genau hin. Als Herkunftsbezeichnungen würden nur “Taiwan, China” oder “Chinesisch-Tapei” akzeptiert. Auch die deutsche Wirtschaft fürchtet Auswirkungen des schwelenden Konflikts.

Apples Appell folgt auf Medienberichte, dass bereits benötigte Komponenten vom Zoll aufgehalten wurden. Auch Geldstrafen oder die Rücksendung von Teilen drohten laut Nikkei Asia. Der Auftragshersteller Pegatron wies Berichte zurück, dass seine Komponenten von dem Stopp an der Grenze betroffen gewesen seien. Das Unternehmen aus Taiwan teilte der Nachrichtenagentur Reuters mit, dass die Fabrik in China normal arbeite. Die Produktion sei nicht angehalten worden und es habe auch keine Lieferprobleme gegeben.

China und Taiwan belegen in Apples Liste der Zulieferer die ersten beiden Plätze. Im Jahr 2020 war China an der Spitze mit insgesamt 51 Firmen, die dort ihren Sitz bzw. ihre Fabrik haben. Eine mögliche Verschärfung der geopolitischen Lage beschäftigt Apple schon seit dem Frühjahr.


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(mki)

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