October 6, 2022
Rivian verdreifacht seinen Verlust 

Der US-Elektroautobauer bestätigte aber sein Produktionsziel für 2022. Außerdem: Deutsche Telekom hebt ihren Ausblick dank des guten Geschäfts in den USA an und EU-Kommission erwägt Klage gegen US-Subventionen für Elektroautos.

Seit September 2021 liefert Rivian seinen Elektro-Pick-up-Truck R1T aus.

Seit September 2021 liefert Rivian seinen Elektro-Pick-up-Truck R1T aus.

Rivian

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Rivian hat seine Auslieferungsprognose für das Gesamtjahr bestätigt, rutsch aber weiter in die roten Zahlen ab. Der Umsatz stieg im abgelaufenen Jahresviertel auf 364 Millionen US-Dollar. Analysten waren zuvor von 335 Millionen Dollar ausgegangen. Der US-Elektroautohersteller aus Kalifornien verbuchte einen Verlust je Aktie von 1,62 Dollar. Der Nettoverlust stieg im zweiten Quartal auf 1,7 Milliarden Dollar. Das ist fast dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum. 

Der Tesla-Konkurrent kämpft derzeit mit Lieferkettenschwierigkeiten, hohen Kosten und einer schwankenden Nachfrage. Der Konzern kürzte seinen Finanzausblick für das Gesamtjahr und sagte, dass die Anleger nun mit einem größeren Verlust und niedrigeren Investitionsausgaben rechnen sollten, als zuvor prognostiziert. Die Rivian-Aktien sanken im nachbörslichen Handel um mehr als zwei Prozent. Rivian war 2021 an die Börse gegangen. [Mehr bei HandelsblattWall Street Journal und Techcrunch]

Auf Gründerszene lest ihr heute: Die beiden Chefinnen der Jobplattform Empion haben einen Kulturtest entwickelt, der Bewerberinnen mit dem passenden Arbeitgeber zusammenbringt. Eigentlich hätten sie für ihre Millionenrunde kürzlich gar kein Pitchdeck benötigt, sagen sie. Die Präsentation haben sie uns trotzdem gezeigt. [Mehr bei Gründerszene+]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Die Deutsche Telekom hat ihren Ausblick zum zweiten Mal in diesem Jahr angehoben. Der Konzern stellt nun dank diverser Neukunden auf der anderen Seite des Atlantiks für dieses Jahr ein bereinigtes Betriebsergebnis von rund 37 Milliarden Euro in Aussicht. Zuvor waren es noch 36,6 Milliarden Euro. Die US-Tochter T-Mobile US erwirtschaftete über die Hälfte der Einnahmen. Vonseiten des Unternehmens hieß es nun, man steuere weiter auf das Ziel zu, mittelfristig eine Mehrheitsbeteiligung an der US-Einheit zu erreichen. Im zweiten Quartal stieg das bereinigte Betriebsergebnis um fünf Prozent auf 9,9 Milliarden Euro. Der Umsatz wuchs um 5,9 Prozent auf 28,2 Milliarden Euro. [Mehr bei Handelsblatt und Reuters]

Die EU-Kommission erwägt, gegen die Subventionen für amerikanische Elektroautos zu klagen. Der US-Senat hat am Sonntag ein Gesetz zur Reduktion der Inflation mit Kaufanreizen für Autos beschlossen. Künftig sollen Elektroautos mit einer Steuergutschrift von bis zu 7500 US-Dollar gefördert werden. Vonseiten der EU-Kommission hieß es, dass die geplanten Zuschüsse den Regeln der Welthandelsorganisation widersprechen, da sie US-Autos vor anderen Autos bevorzugen würden. Die geplanten Neuerungen sehen vor, dass die Endmontage des Autos in den USA erfolgen muss oder in einem Land, mit dem die USA ein Freihandelsabkommen haben. [Mehr bei Handelsblatt]

Blackrock hat einen Private Trust für Bitcoin eingeführt. Der weltweit größte Vermögensverwalter markiert damit einen weiteren bedeutenden Meilenstein für Finanzunternehmen, die ihr Krypto-Angebot für Kunden erweitern. Der Trust wird nur institutionellen US-Kunden zur Verfügung stehen. Vor einer Woche hatte Blackrock angekündigt, Coinbase Prime, die Prime-Brokerage-Plattform von Coinbase, in seine Portfoliomanagement-Software Aladdin zu integrieren, damit gemeinsame Kunden ihre Coinbase-Bitcoin-Bestände neben traditionellen Investitionen sehen und verwalten können. [Mehr bei The Information und CNBC]

Teslas selbstfahrende Technologie kann Kinder auf der Straße nicht erkennen – das behauptet eine Kampagnengruppe für sichere Technologien. Die Gruppe gab an, Tests durchgeführt zu haben, die zeigten, dass die Software eine potenziell tödliche Bedrohung für Fußgänger darstellt. Laut The Dawn Project haben die Ergebnisse der Tests ergeben, dass die neueste Version von Teslas Full Self-Driving (FSD) Beta-Software eine stationäre Schaufensterpuppe in Kindergröße bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 Stundenkilometern nicht erkannt hat. The Dawn Project wurde vom Softwareunternehmer Dan O’Dowd gegründet, einem ausgesprochenen Kritiker von Tesla-Chef Elon Musk. [Mehr bei The Guardian]

Apple erwartet laut „Bloomberg“, die iPhone-Verkäufe im Jahr 2022 aufrechtzuerhalten, obwohl sich der Markt derzeit verlangsamt. Apple hat die Zulieferer gebeten, in diesem Jahr 90 Millionen seiner iPhones der nächsten Generation zu bauen. Das sind mindestens so viel wie 2021. Diese Jahr rechnet Apple nach wie vor damit, rund 220 Millionen iPhones zu montieren. [Mehr bei Bloomberg]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Erst im Februar hatte der österreichische Ex-Kanzler Sebastian Kurz bei Peter Thiel angeheuert. Nun hat er zum ersten Mal selbst investiert. [Mehr bei Gründerszene]

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Einen schönen Freitag!

Eure Gründerszene-Redaktion

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