September 25, 2022
Queen Elizabeth II: 10 überraschende Fakten über Großbritanniens am längsten regierende Monarchin

Queen Elizabeth II., die am längsten regierende Monarchin Großbritanniens, ist am 8. September im Alter von 96 Jahren gestorben. Die Königin starb friedlich auf ihrem Anwesen in Balmoral, Schottland, verkündete der Buckingham Palace. (Lesen Sie hier: Mit Queen Elizabeth II. verliert Großbritannien mehr als nur eine Monarchin)

Die britische Königin bestieg den Thron im Alter von 25 Jahren nach dem Tod ihres Vaters George VI. im Jahre 1952. Anfang dieses Jahres feierte das Vereinigte Königreich und der gesamte Commonwealth noch das Platinjubiläum (70 Jahre) der Thronbesteigung von Elizabeth II. 

Nach dem Tod der Königin ist ihr 73-jähriger Sohn, Prinz Charles III. zum König des Vereinigten Königreichs und der 14 Commonwealth-Nationen geworden. Die Ehefrau von Charles III., Camilla – Herzogin von Cornwall – ist nun offiziell Queen Consort. Prinz William und seine Ehefrau Kate Middleton, die bisher Herzog und Herzogin von Cambridge hießen, tragen nun die Titel Herzog und Herzogin von Cornwall und Cambridge.

Hier ein paar Fakten über die berühmteste und vielleicht beliebteste Frau der letzten hundert Jahre:

Überraschende Fakten über Königin Elizabeth II.

1. Die Königin wurde nicht in einem Palast geboren

Als erstes Kind des Herzogs und der Herzogin von York – später König George VI. und Königin Elizabeth –  wurde Prinzessin Elizabeth nicht in einem Palast geboren. Sie wurde am 21. April 1962 in einem Londoner Townhouse ihrer schottischen Großeltern mütterlicherseits – Earl und Countess of Strathmore – geboren.

2. Queen Elizabeth ist nicht zur Schule gegangen

Queen Elizabeth und ihre einzige Schwester, Prinzessin Margaret, wurden unter der Aufsicht ihrer Mutter und ihrer Gouvernante zu Hause unterrichtet. Die beiden Schwestern wurden hauptsächlich in Sprachen, Geschichte, Literatur und Musik unterrichtet.

3. 1945 trat sie der britischen Frauenarmee bei

Während des Zweiten Weltkrieges wurden Elizabeth und ihre Schwester Margaret zu ihrem Schutz nach Windsor Castle geschickt. Ihre Eltern blieben jedoch weiterhin in London im Buckingham Palace. Als der Krieg sich 1945 dem Ende näherte, wurde Elizabeth 18 Jahre alt und äußerte ihren Wunsch, dem “Auxiliary Territorial Service” – die Frauenabteilung der britischen Armee – beizutreten. Kurz nach ihrem Eintritt wurde sie bereits zum Junior Commander befördert. Prinzessin Elizabeth war somit die erste Frau der königlichen Familie, die gedient hat. Bis zu ihrem Tod war die Königin Oberst von 16 Regimentern der britischen Armee.

4. Elizabeths Krönung war die erste Krönung, die im Fernsehen übertragen wurde

Die Krönung von Elisabeth war die erste Körnung weltweit, die vollständig im Fernsehen übertragen wurde. Zu diesem Anlass kamen 8.000 Gäste aus allen Commonwealth-Staaten in die Westminster Abbey nach London. Nach der Festivität konnten die Gäste als Erinnerung den Hocker, auf dem sie saßen, kaufen. Die Einnahmen daraus wurden für die Kosten der Krönung genutzt.

5. Die Königin durfte ohne Führerschein fahren

Die Königin war die einzige Person im Vereinigten Königreich, die ohne Führerschein und ohne Kennzeichen am Auto legal fahren durfte. Fahren lernte sie während ihrer Zeit bei der Armee. Die Königin war eine Autonärrin, die oft mit einem Jaguar oder Range Rover unterwegs war. Im Jahr 1998 fuhr sie König Abdullah von Saudi-Arabien persönlich um das königliche Anwesen Balmoral in Schottland – um ein Zeichen zu setzen, denn damals durften Frauen in dem Golfstaat nicht selbst Auto fahren.

6. Die Königin besaß keinen Reisepass

Die Königin selbst besaß keinen Reisepass. Immerhin sind alle britischen Pässe in ihrem Namen ausgestellt. Auf der offiziellen Website der königlichen Familie heißt es: “Da der britische Pass im Namen Ihrer Majestät ausgestellt ist, braucht die Königin keinen Pass zu besitzen”. Die Königin reiste viel und besuchte während ihrer Regentschaft über 100 Länder.

7. Sie kaufte ihr Hochzeitskleid mit Gutscheinen

Im November 1947, nur zwei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, heiratete Elizabeth Windsor Philip Mountbatten in der Westminster Abbey. Für die Zeremonie trug sie natürlich ein wunderschönes, weißes Kleid. Den Stoff für dieses Kleid bezahlte sie mit Bezugsscheinen. Bezugsscheine waren Wertmarken für Bürger, um den Kauf von in Kriegs- und Nachkriegszeiten knappen Waren zu rationieren – dasselbe Prinzip wie bei Lebensmittelmarken. Elizabeths Hochzeitskleid aus Seide wurde von Norman Hartnell entworfen und wurde zwei Monate lang von insgesamt 350 Frauen genäht. Damit sich Elizabeth das Kleid überhaupt leisten konnte, erhielt sie 200 zusätzliche Marken von der britischen Regierung.

8. Die Königin wurde jeden Morgen von Dudelsackmusik geweckt

Jeden Morgen um 9 Uhr spielte der königliche Dudelsackspieler 15 Minuten lang am Fenster der Königin, um sie zu wecken. Diese Tradition wurde von der Ururgroßmutter der verstorbenen Königin, Königin Victoria, im Jahr 1843 eingeführt. Der offizielle Titel des königlichen Dudelsackspielers lautet “Bagpiper to the Sovereign”.

9. Die Königin war eine Tierliebhaberin

Die Königin liebte Tiere, insbesondere Corgis. Elisabeth II. besaß zu Lebzeiten mehr als 30 Corgis und überwachte sogar persönlich deren tägliche Mahlzeit. Die Corgis waren der Königin so lieb, dass sie eine Rolle in dem James-Bond-Clip bekamen, der mit Elizabeth II. für die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2012 in London gedreht wurde.

10. Die Königin hatte einen Geldautomaten für sich allein

Die Königin hatte einen privaten Geldautomaten im Keller des Buckingham Palace, der von der Coutts Bank eingerichtet wurde. Ob die Königin jemals Bargeld von diesem Automaten abheben musste, bleibt jedoch ein Geheimnis. Neben einem Geldautomaten gibt es im Keller des königlichen Palastes auch ein eigenes Postamt.


Artikel im Original bei GQ India erschienen, adaptiert von Daniel Bilinski

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