September 25, 2022
OLED Flex von LG: Tagsüber Gaming-Monitor, abends kontraststarkes Videodisplay

Viele Nutzer stehen vor der Wahl zwischen einem hellen LCD-TV und einem kontraststarken Fernseher mit OLED-Display. LG machts jetzt noch etwas komplizierter und bietet einen OLED-Fernseher an, der sich auf Knopfdruck in einen zeitgemäßen Gaming-Monitor verwandeln lässt: Die Bildschirmkanten des OLED-Displays kommen dem Nutzer bei Bedarf entgegen. Der Krümmungsradius lässt sich in zwanzig Stufen einstellen, Anwender können vier beliebige Radien als Preset festlegen. So kann sich jeder eine persönlich angenehme Krümmung aussuchen, denn die fällt individuell unterschiedlich aus.

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Während gebogene TV-Displays fürs Wohnzimmer keinerlei Vorteile bringen – im Gegenteil blicken weiter außen sitzende Zuschauer ungünstig auf die Bildschirmkanten – wissen Gamer Curved-Displays zu schätzen. Die Krümmung erzeugt mehr Immersion für mittig vor dem Schirm sitzenden Spieler. Die können dann auch näher ans TV-Display heranrücken, um noch besser ins Spiel eintauchen zu können.

Der OLED Flex ist von hinten schick beleuchtet, wie es sich für einen Gaming-Monitor gehört.

Das auf der IFA in Berlin gezeigte biegsame Display hat 42 Zoll, also 1,07 Meter Diagonale, und 4K-Auflösung mit 3840 x 2160 Pixeln. Die Pixeldichte beträgt 105 dpi, was im Monitorbetrieb für einen Betrachtungsabstand von etwa 80 Zentimetern ausreichen sollte. Zum Videoschauen aus größerer Distanz sind 105 dpi ohnehin fein genug aufgelöst.

Der Krümmungsradius des OLED Flex genannten Fernsehers beträgt 900R, was ziemlich stark gebogen ist. Andere gekrümmte Monitore haben Radien von 1500R oder 1800R, wie etwa Dells Alienware-Monitor AW3423DW mit OLED-Panel. Samsung nutzt für seine Odyssey-Reihe 1000R, ebenso die 27-Zöller von BenQ, HP und Acer. Die Angabe beziffert den Radius des Kreises, den nahtlos aneinandergestellte Monitore bilden – je kleiner der Kreis bzw. der Radius, umso stärker die Krümmung.

Die Biegemechanik am massiven Standfuß zieht die Seiten des OLED-Schirms nach hinten und damit den Schirm glatt.

Panelproduzent LG Displays hatte das OLED erstmals auf der Display Week im Mai gezeigt, seinerzeit noch mit einem Radius von 1000R. Jetzt hat man sich offenbar getraut, noch eine Schippe draufzulegen. OLED-Displays sind nicht nur bekannt für ihre kontraststarken Bilder, sondern auch für kurze Schaltzeiten. So nannte LG Display im Mai eine Grauschaltzeit von 0,1 Millisekunden und eine Spitzenhelligkeit von 720 cd/m2bei zehn Prozent Weiß für HDR-Inhalte. Für dunkle Bildinhalte schalten die OLEDs das Bild einfach pixelgenau aus, weshalb sie extrem hohe Kontrast erreichen

Der OLED Flex ist zugleich ein ganz normales Smart-TV von LGs mit dem hauseigenen WebOS-Betriebssystem und den üblichen Streaming-Apps für Netflix, Disney+, Prime Video & Co. LG will den Gaming-Fernseher OLED Flex ab November 2022 anbieten. Die unverbindliche Preisempfehlung ist mit 3200 Euro für ein 42-Zoll-Display gesalzen, was aber angesichts der kniffligen Biegetechnik zu erwarten war. Sollte das Gerät auf größeres Interesse stoßen, dürfte der tatsächliche Verkaufspreis niedriger ausfallen.

(uk)

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