September 28, 2022
Myne verkauft Anteile an Luxus-Ferienhäusern – und erhält dafür knapp 24 Millionen Euro
  • Berliner Startup

Myne verkauft Anteile an Luxus-Ferienhäusern – und erhält dafür knapp 24 Millionen Euro

  • Profielfoto Lisa Ksienrzyk

Die Sehnsucht nach Urlaub und Immobilien fernab der Großstadt ist während der Corona-Pandemie gestiegen. Davon profitiert auch das Berliner Startup Myne.

Im Portfolio von Myne befinden sich Villen auf Mallorca, Strandhäuser in Kapstadt, aber auch Ferienwohnungen im Berliner Umland.

Im Portfolio von Myne befinden sich Villen auf Mallorca, Strandhäuser in Kapstadt, aber auch Ferienwohnungen im Berliner Umland.

Thomas Barwick / Getty Images

Zahlreiche deutsche Fintechs stecken in der Krise, müssen sparen und entlassen Personal. Eines allerdings nicht: das Startup Myne, ein Immobilienfinanzierer aus Berlin. Ein Jahr nach dem Start hat das Jungunternehmen eine Seed-Runde über 23,5 Millionen Euro abgeschlossen. Im Sommer vorigen Jahres hatten sich bereits Business Angels wie Auto1-Macher Hakan Koç an Myne beteiligt. Wie hoch die Bewertung nach dieser aktuellen Finanzierungsrunde ausfällt, wird nicht kommuniziert.

Neu eingestiegen sind Embedded Capital, der neue Fonds von Finleap-Gründer Ramin Niroumand, Hometogo-Gründer Nils Regge mit seinem Family Office, eine Beteiligungsfirma der Unternehmerfamilie Bremke, der Proptech-Investor Rivus Capital und Finanzcheck-Gründer Moritz Thiele.

Günstigste Immobilie für 149.000 Euro anteilig

Myne wurde im April 2021 von Fabian Löhmer und Nikolaus Thomale gegründet und hat ein Sharing-Modell für luxuriöse Ferienhäuser entwickelt. Die Myne-Kunden mieten sich aber nicht wie bei Airbnb in Immobilien ein, sondern erwerben mit anderen Personen gemeinsames Eigentum. Im Portfolio befinden sich Reetdachhäuser an der Ostsee, Loft-Wohnungen auf Ibiza und Chalets in den Österreicher Bergen. Myne sucht und kauft diese Ferienimmobilien, Nutzer können sich dann ab 50.000 Euro daran beteiligen – so die Idee. Pro Objekt sind höchstens acht Parteien erlaubt. Laut Website umfasst das derzeitige Portfolio rund 30 Anlagen, die Preise beginnen pro Achtel-Anteil allerdings bei 149.000 Euro.

Rein rechnerisch kann jeder Eigner die Immobilie 46 Tage im Jahr nutzen. Wer die Zeit nicht nutzen will, könne die Wohnung oder das Haus auch an Gäste vermieten, so die Myne-Macher. Wie bei Ferienhäusern kümmert sich das Startup darum, dass die Häuser bei jedem Wechsel hergerichtet werden. Das Startup verdient mit diesem Konzept auf drei Wegen Geld: durch die Aufwertung der Immobilie, durch die Übernahme der Hausverwaltung und bei der Unterstützung beim späteren Verkauf der Anteile.

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