September 28, 2022
Millionen verbrannt: Warum der US-Coup von Gorillas und Getir scheiterte
  • Analyse



Alex Bitter und Nancy Luna


Dahin gehen, wo viel konsumiert wird – das planten die europäischen Lieferdienste und starteten in den USA. Hier sind die Gründe, warum das nicht klappte.

Kein Markt wie jeder andere: Groß waren die Pläne für die USA, schnell mussten sie wieder aufgegeben werden.

Kein Markt wie jeder andere: Groß waren die Pläne für die USA, schnell mussten sie wieder aufgegeben werden.

picture alliance / AA | Tayfun Coskun

Wenige Tage vor dem Start seines Schnelllieferdienstes in New York war sich Kağan Sümer noch sicher: Sein Lieferdienst Gorillas werde US-Kunden überzeugen – und sie davon abbringen, vornehmlich Großeinkäufe im Supermarkt zu tätigen. „Gorillas kann Ihnen Großeinkäufe liefern“, sagte er im Mai 2021 gegenüber Insider in den USA, „aber die werden sie gar nicht benötigen, denn wir liefern Ihnen die Dinge dann, wenn Sie sie brauchen.“ Gelungen ist das nicht, das Berliner Unternehmen hat seine US-Ambitionen seitdem erheblich zusammengestrichen.

Derzeit brechen die Quick-Commerce-Anbieter global so schnell zusammen, wie sie entstanden sind. Jokr, Fridge No More, Buyk und 1520 haben ihren Betrieb eingestellt oder sich aus den USA zurückgezogen, während Gorillas und Getir Personal abgebaut haben. Der Berliner Anbieter benötigt dringend Kapital und ist gerade auf der Suche nach einer 250-Millionen-Finanzierung – zu einer reduzierten Bewertung.

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