September 28, 2022
Medienbericht: Twitter zahlte Whilstleblower sieben Millionen Dollar für Schweigen

Der Anwalt von Elon Musk machte Ansprüche bei einer Anhörung geltend. Außerdem: T-Mobile kündigt Aktienrückkaufprogramm an und Lucid verliert deutschen Top-Manager.

Peiter Zatko war vor seiner Entlassung Sicherheitschef von Twitter.

Peiter Zatko war vor seiner Entlassung Sicherheitschef von Twitter.

Matt McClain/The Washington Post via Getty Images

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Twitter hat im Juni zugestimmt, etwa sieben Millionen US-Dollar an den Whistleblower zu zahlen, dessen Anschuldigungen Teil der Klage von Elon Musk gegen das Unternehmen sein werden. Dies berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf einen Insider. Der Whistleblower Peiter Zatko, der im Januar von Twitter gefeuert wurde, beschuldigte das Social-Media-Unternehmen, fälschlicherweise behauptet zu haben, es habe einen soliden Sicherheitsplan und habe irreführende Aussagen über Abwehrmaßnahmen gegen Hacker und Spam-Konten gemacht.

Zatko wird am 13. September mit dem Justizausschuss des US-Senats zusammentreffen, um die Vorwürfe zu erörtern. Laut dem Medienbericht wurde der Vergleich wenige Tage vor der Einreichung seiner Whistleblower-Beschwerde abgeschlossen. Als Teil der Einigung stimmte Zatko einer Geheimhaltungsvereinbarung zu, die es ihm verbietet, öffentlich über seine Zeit bei Twitter zu sprechen oder das Unternehmen herabzusetzen. [Mehr bei Wall Street JournalBloomberg und Reuters]

Auf Gründerszene lest ihr heute: Investoren erhalten tausende Pitchdecks. Daher ist es nicht nur wichtig, aus der Masse herauszustechen, sondern auch keine handwerklichen Fehler bei der Erstellung der Folien zu machen. Ein Experte hat für uns aufgeschrieben, welche Patzer Gründer immer wieder bei Pitchdecks machen. [Mehr bei Gründerszene+]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

T-Mobile hat ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Wert von 14 Milliarden US-Dollar angekündigt. Bereits in diesem Jahr könnten Papiere im Volumen von bis zu drei Milliarden Dollar zurückgekauft werden, kündigte die US-Tochter der Deutschen Telekom in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht an. Von dem Schritt könnte vor allem die Deutsche Telekom profitieren, denn sie hält nicht die Aktienmehrheit an ihrer US-Tochter. Kauft T-Mobile Aktien zurück, während die Telekom keine Papiere abgibt, steigt der prozentuale Anteil, den die Telekom an seiner US-Tochter hält. Wie viel Prozent der Konzern nach Abschluss des Rückkaufprogrammes an T-Mobile halten wird, blieb zunächst unklar. [Mehr bei Handelsblatt]

Peter Hochholdinger, Produktionschef von Lucid, sowie weitere hochrangige Manager verlassen den E-Auto-Hersteller. Der deutsche Manager baute für Lucid in der neuen Fabrik in Arizona die Elektroautoproduktion auf. Neben Hochholdinger geht auch David Peel, Direktor für „fortgeschrittene Produktionsverfahren“. Auch Programmchef Ralph Jakobs soll das Unternehmen verlassen haben. Die Abschiede treffen das kalifornische Unternehmen in einer schwierigen Phase: Es musste bereits zweimal in diesem Jahr seine Produktionsziele zurücknehmen. Außerdem wurde bekannt, dass Mercedes-Benz und Rivian eine Partnerschaft eingehen, um Elektro-Vans in großem Maßstab in Europa zu produzieren. Das am Donnerstag angekündigte Joint Venture wird jedem der beiden Autohersteller helfen, sein Geschäft mit maßgeschneiderten großen batterieelektrischen Transportern zu skalieren. [Mehr bei Handelsblatt und Techcrunch]

Coinbase beteiligt sich aktiv an einer Klage gegen das US-Finanzministerium. Die Klage wurde von sechs Nutzern – darunter zwei Coinbase-Mitarbeitern – von Tornado Cash eingereicht. Dies ist ein Dienst, der dazu beiträgt, dass Krypto-Transaktionen nicht nachverfolgt werden können. In der Klage geht es um den Vorwurf, dass das Ministerium seine Kompetenzen überschritten habe, als es Tornado Cash wegen angeblicher Verstöße gegen das Geldwäschegesetz sanktioniert hat. Krypto-Enthusiasten argumentieren, dass die Sanktionierung negative Auswirkungen auf die Technologiebranche haben könnte. „Es stellt einen gefährlichen Präzedenzfall dar“, sagte Paul Grewal, Chief Legal Officer von Coinbase. [Mehr bei AxiosCNBC und The Information

Mullen Automotive, ein Elektrofahrzeughersteller mit Sitz in Brea, Kalifornien, hat eine Mehrheitsbeteiligung an Bollinger Motors erworben. Die am Donnerstag angekündigte Übernahme in Höhe von gut 148 Millionen US-Dollar gibt Mullen eine 60-prozentige Mehrheitsbeteiligung an dem in Michigan ansässigen Startup, das 2015 mit der Herstellung vollelektrischer Nutzfahrzeuge begonnen hat. Mullen ging 2021 durch eine Fusion mit Net Element an die Börse, hat aber noch kein Auto auf den Markt gebracht. „Die Kombination der Fahrzeuge von Bollinger mit unseren bestehenden EV-Transporterprogrammen  gibt uns die Chance, das gesamte Segment der leichten und mittelschweren Nutzfahrzeuge der Klassen 1–6 zu dominieren“, sagte Mullen-CEO David Michery. [Mehr bei Techcrunch]

Die Aktien von Docusign haben um 17 Prozent zugelegt, nachdem das Unternehmen aus San Fransisco Quartalsumsätze gemeldet hat, die die Schätzungen der Analysten übertrafen. Der Steuerumsatz im zweiten Quartal stieg um 22 Prozent auf 622,2 Millionen US-Dollar. Die Aktie stieg im erweiterten Handel auf ein Hoch von 68,88 Dollar, nachdem sie in New York bei 57,95 Dollar geschlossen hatte. [Mehr bei Bloomberg]

Singapurs Whampoa Group beabsichtigt, etwa 100 Millionen US-Dollar über einen Risikokapitalfonds in Startups zu investieren. Whampoa Digital, der Investmentarm für digitale Assets der Gruppe, wird in Web3-Startups in der Frühphase investieren. „Der Risikokapitalfonds wird uns helfen, unsere Präsenz in diesem Bereich auszubauen“, sagte Shawn Chan, CEO der Whampoa Group. Der Fonds soll voraussichtlich im nächsten Quartal aufgelegt werden und habe großes Interesse von chinesischen Technologieunternehmen und asiatischen Unternehmensgruppen erhalten, so der Manager. [Mehr bei Bloomberg und Reuters]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Ihr wollt Millionen einsammeln? Wissenschaftler haben herausgefunden, wie ihr dafür pitchen müsst. [Mehr bei Gründerszene+]

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Einen schönen Freitag!

Eure Gründerszene-Redaktion

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