September 28, 2022
Löwen feiern das Nippel-Startup dieser 23-jährigen Gründerin ausnahmslos – im Netz sind nicht alle begeistert

Noch nie war eine Kandidatin bei DHDL so begehrt wie Nippli-Gründerin Miriam Weilmünster. Alle Löwen wollen investieren, ohne zu zögern. Was macht Nippli so besonders?

Nippli-Gründerin Miriam Weilmünster machte sich mit ihrem Nippli-Pitch beliebt unter den Löwen.

Nippli-Gründerin Miriam Weilmünster machte sich mit ihrem Nippli-Pitch beliebt unter den Löwen.

Harald Schnauder, RTL / Bernd-Michael Maurer, Collage: Gründerszene

„Das hat es in der Höhle der Löwen noch nie gegeben“ konstatiert Ralph Dümmel in der zweiten DHDL-Folge der 12. Staffel. Denn: Alle Löwen wollten in Miriam Weilmünsters Startup Nippli investieren. Und zwar ohne zu zögern oder mehr Firmenanteile zu verlangen. Alle Investoren waren bereit 90.000 Euro für 20% der Firmenanteile zu geben – und wurden nicht müde, Weilmünster zu loben. Von „I’m totally in love“ von Judith Williams zu „Sie ist was ganz Besonderes“ von Carsten Maschmeyer: Weilmünster hat sie mit ihrem Produkt, das Nippel verstecken soll, restlos begeistert.

Am Ende entschied sich die 23-jährige Gründerin nicht für Judith Williams, die eigentlich als Expertin im Beauty-Bereich gilt – sondern für Carsten Maschmeyer, der beim Buhlen um die Gunst der Gründerin mit seinen engen Kontakten zu DM und Rossmann prahlte. 

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Nippli ist nach Lasheria und Purelash das dritte Startup der 23-jährigen, die lieber gründet als in der Uni-Vorlesung zu hocken. Ihre aktuelle Idee: Nipplecover, die keine Abdrücke durch die Kleidung zulassen, länger halten und bis zu 30-mal genutzt werden können. Zudem sollen sie auch Schweiß und Wasser standhalten.  

„Ich war unzufrieden mit den Produkten, die es auf dem Markt gab“, monierte die damals 22-Jährige, die sich mit Nippli im Sommer des letzten Jahres selbstständig machte – und dafür ihre Kosmetikmarke Purelash aufgab. Denn die herkömmlichen Produkte störten sie: „Nipplecover haben häufig komische Formen, geben Abdrücke durchs Oberteil oder eignen sich nur für den einmaligen Gebrauch“, so Weilmünster. „Den perfekten Nipplecover habe ich nie gefunden. Und ich weiß, dass es vielen Mädels da draußen auch so geht.“  

Die Resonanz auf das Produkt der 23-Jährigen fällt im Internet unterschiedlich aus. Auf Twitter zeigen sich einige Frauen empört über die Nipplecover-Idee von Weilmünster. „Bevor ich meine Nippel verstecke, friert eher die Hölle ein“, äußert sich eine Nutzerin. Eine andere fragt: „Was habt ihr alle gegen Nippel?“

Bevor ich meine Nippel verstecke, friert eher die Hölle ein. Bodyshaming von Frauen für Frauen und das 2022. Die Infaulenzergeneration macht mich fertig.
Als nächstes kommen auch noch Silikoncameltoeverhinderer für den Bikinislip? Oder gibt es den Mist auch schon? #DHDL

— Charlotte Terfifee (@HotteCharlotte) September 5, 2022“>

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Die Gründerin selbst hat nichts gegen Nippel, wie sie bereits in der Sendung gleich zu Beginn deutlich macht: „Verstehen sie mich nicht falsch, liebe Löwen: Nippel sind etwas vollkommen natürliches. Trotzdem gibt es viele Frauen, die sich nicht wohl damit fühlen und zu Hilfsmitteln greifen“, erklärt Weilmünster ihre Idee.

Besonders erfolgreich auf Tiktok 

Und sie scheint, entgegen ihrer Kritiker, einen Nerv getroffen zu haben: Bereits eineinhalb Monate nach Verkaufsstart der Nippelcover erzielte das Startup mit Sitz in Frankfurt einen Umsatz von rund 26.000 Euro, ohne einen einzigen Cent in professionelles Marketing gesteckt zu haben. Weilmünster bewirbt ihr Produkt besonders offensiv auf der Social-Media-Plattform Tiktok, wo der Unternehmensaccount derzeit über 22.000 Follower zählt. In Kurzvideos werden die Nipplecover des Startups als Lösung für rückenfreie Oberteile präsentiert, etwa durch Vergleiche mit anderen Produkten auf dem Markt. Es gibt Erfahrungsberichte von Kundinnen oder Härtetests, um die Widerstandsfähigkeit des Produktes zu demonstrieren.  

„Ich habe sehr viel Ahnung von Social Media und kenne die neusten Trends“ verteidigt sie ihre Social-Media-Strategie in der Show. Und auch sonst sei sie ein Allroundtalent und könne sich schnell neues Wissen aneignen. „Vom Logo-Design bis hin zum Shop-Aufbau habe ich alles selbst gemacht“, sagt Weilmünster. Zudem sei sie ein wahres Präsentationstalent, lobt Maschmeyer sie in der Show.  

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Der Deal zwischen Nippli und Maschmeyer kam nach der Sendung zu Stande, wie Weilmünster auf Nachfrage von Gründerszene verrät. Über Details bleibt die Gründerin allerdings verschweigen. Nur so viel: Die Zusammenarbeit klappe gut, fast täglich telefoniere sie mit dem Team von Maschmeyer.  

Männer sollen eigene Nipplecover bekommen 

Die Nipplecover gibt es in verschiedenen Farben und Varianten, einmal selbsthaftend und mit Kleber. Im Shop kostet eine Packung mit zwei Paaren 19,99 Euro. Weilmünster plant, eine eigene Nippli-Sportkollektion rauszubringen. Dazu soll es auch entsprechende Nipplecover für Männer geben, so die Gründerin. Es ist auch unter Männern üblich, sich vor einem Workout die Brustwarzen abzukleben, damit die Brustwarzen durch die Reibung des T-Shirts nicht schmerzen. 

Seit der Aufzeichnung der Sendung im Frühjahr dieses Jahres hat die Gründerin eine Handvoll Mitarbeiter eingestellt, die unter anderem im Kundensupport arbeiten. „Besonders schwierig war für mich, Aufgaben abzugeben“, so Weilmünster.  

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Das Ziel der Gründerin ist es, ihr Startup zum „Nipplecover-Unternehmen Nummer Eins“ in Deutschland zu machen, sagte sie in der Show. Mit Maschmeyer an ihrer Seite stehen die Chancen nicht allzu schlecht. 

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