September 25, 2022
Liquidationspräferenz: So sichern sich VCs in Krisen ab – zum Nachteil von Gründern

Liquidationspräferenzen werden wegen der hohen Unsicherheit wieder öfter in Finanzierungsrunden verwendet, so ein M&A-Experte. Er erklärt, was es mit den Sonderrechten auf sich hat.

Gründer, die aktuell Geld einsammeln wollen, müssen heute beim Verhandeln mit Investoren in den sauren Apfel beißen.

Gründer, die aktuell Geld einsammeln wollen, müssen heute beim Verhandeln mit Investoren in den sauren Apfel beißen.

Maskot (Getty)

Ein Gastbeitrag von Christian Saxenhammer, Managing Director der Berliner M&A-Beratungsfirma Saxenhammer & Co. Corporate Finance GmbH. Er hat bereits Hunderte Unternehmenskäufe und -verkäufe begleitet und vorbereitet.

Seit Beginn der Corona-Pandemie fährt der Markt für Risikokapital Achterbahn: Mal ist mehr, mal weniger Wagniskapital da. Aktuell herrscht wieder Zurückhaltung im Markt. Kein Wunder, dass sich neue Investoren, die frisches Kapital mitbringen und entsprechend umworben werden, Sonderrechte einfordern. Und zwar nicht in Form von mehr Stimmrechten, sondern in Form von mehr Geld im Falle eines Exits.

Das funktioniert mithilfe der Liquidationspräferenz. Da der Markt gerade wieder unbeständiger ist und Risikokapitalfirmen derzeit am längeren Hebel sitzen, bekommen sie die auch. Je nach Verhandlungssituation, Marktlage in puncto Verfügbarkeit von Risikokapital oder Risikoprofil und Branche des Startups sollten oder müssen sich Gründer und Investoren darauf einlassen. Denn im Gegenzug erhalten sie dringend benötigtes Kapital, damit es weitergehen kann.

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