October 6, 2022
Lieferdienste unter Druck: Diese Optionen bleiben Gorillas, Flink und Getir noch

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Lieferdienste unter Druck: Diese Optionen bleiben Gorillas, Flink und Getir noch

Der kriselnde Finanzmarkt erschwert die Kapitalsuche für Schnell-Lieferdienste. Insider rechnen mit einer baldigen Fusion. Doch wer käme dafür infrage?

Die Lieferdienst-Rider fallen auf in den Städten. Bald könne es dabei weniger Farben geben.

Die Lieferdienst-Rider fallen auf in den Städten. Bald könne es dabei weniger Farben geben.

Getir, Flink, Gorillas; Collage: Gründerszene

Frisch renoviert und zentral gelegen – genau zwischen den Berliner Bezirken Prenzlauer Berg und Mitte, auf dem Gelände einer ehemaligen Brauerei – befindet sich das neue Büro von Gorillas. Das Timing für den Umzug Anfang Juni hätte besser sein können. Kurz zuvor hatte der Schnell-Lieferdienst in einem radikalen Schnitt die Hälfte seiner Büroangestellten entlassen, rund 300 Personen. Entsprechend leer sind nun die neuen Räumlichkeiten. Das berichtet zumindest eine der betroffenen Angestellten, die nur in das neue Büro ging, um ihren Laptop zurückzugeben.  

Der Firma droht das Geld auszugehen, wenn sie nicht in nächster Zeit frisches Kapital bekommt. Aktuell soll Gorillas laut Medienberichten monatlich 80 Millionen Dollar ausgeben. Die Entlassungen sind ein harter Kostenschnitt, das Unternehmen will sich so die strategischen Möglichkeiten bewahren. In zwölf Monaten wolle Gorillas auf Konzernebene profitabel sein, das verkündete Ugur Samut, Mitgründer und Chairman von Gorillas, jüngst auf einer Konferenz in London. Die umsatzschwachen Märkte Spanien, Italien, Dänemark und Belgien hat der 10-Minuten-Lieferdient bereits geschlossen oder bereitet zumindest einen Ausstieg vor. Mehr als 1.000 Angestellte sind davon betroffen.

Die Marktlage hat sich verändert

Eigentlich wollte das Berliner Startup schon längst eine neue Finanzierungsrunde abgeschlossen haben. Die kündigte Gründer und CEO Kagan Sümer bereits Anfang des Jahres an, 700 Millionen Dollar bei einer Bewertung von sechs Milliarden Dollar sollten es ursprünglich sein. Seither hat sich vieles verändert: Inflation und Zinsen steigen, der Ukraine-Krieg brach aus, Tech-Aktien wurden an der Börse verramscht. Investoren sind deshalb vorsichtig geworden, gerade was unprofitable Wachstumsunternehmen wie Gorillas betrifft.  

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