October 7, 2022
Kaum Exits aber große Gewinne: Wie verdient DHDL-Investor Ralf Dümmel eigentlich Geld?

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Kaum Exits aber große Gewinne: Wie verdient DHDL-Investor Ralf Dümmel eigentlich Geld?

Mehr als hundert Startups hat Ralf Dümmel in der „Höhle der Löwen“ schon finanziert. Erfolgreich verkauft wurde davon bislang kaum eines. So macht der Investor trotzdem große Gewinne.

„Für unsere Produkte ist ein Exit manchmal schwer“, sagt Ralf Dümmel über seine Startups.

„Für unsere Produkte ist ein Exit manchmal schwer“, sagt Ralf Dümmel über seine Startups.

TV Now / Bernd-Michael Maurer

Eigentlich ist das Geschäftsprinzip eines Startup-Investors immer gleich. Gesucht wird eine junge Firma mit innovativem Produkt, der Investor gibt Geld und erhält dafür Anteile. Ist die Firma erfolgreich, steigen die Anteile im Wert. Wenn nun etwa ein Konzern daherkommt und die Firma übernehmen will, muss er dem Investor seine Anteile gewinnbringend abkaufen – oftmals zu einem Vielfachen des ursprünglich investierten Geldbetrags. In der Fachsprache nennt man das dann einen erfolgreichen Exit. Je mehr davon ein Investor über die Jahre realisiert, desto größer wird sein Vermögen.

„Für unsere Produkte ist ein Exit schwer“

Mit diesem Ziel suchen auch die Juroren in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ jedes Jahr nach vielversprechenden Ideen. Bis auf eine Ausnahme: Ralf Dümmel. Obwohl sich der Investor seit 2016 schon an mehr als hundert DHDL-Startups beteiligt hat, fällt seine Exit-Bilanz sehr mager aus.

Gerade mal zwei von bisher 115 Beteiligungen aus der Show konnte Dümmel seitdem verkaufen. Das Vitaminkapsel-Startup Veluvia, in das Dümmel einst 150.000 Euro für zehn Prozent der Anteile investierte, ging 2019 für eine unbekannte Summe an einen Teleshopping-Betreiber. Auch für den inzwischen insolventen Kartoffelchips-Anbieter MyChipsbox aus Bayern (Dümmel investierte 200.000 Euro für 12,5 Prozent) fand sich ein Käufer. Dazu kam laut dem Investor ein sogenannter „Secondary“. Dabei wird nicht das ganze Startup verkauft, sondern nur einzelne Anteile eines Investors. Diesen Fall habe es bei Goleygo gegeben. Das Startup pitchte in der Sendung eine neuartige Hundeleine.

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Nun dürfte Dümmel selbst diese Bilanz nicht überraschen. Wie er einst im Gespräch mit Gründerszene erklärte, ist seine Investmentstrategie in der Show schlicht nicht auf Firmenverkäufe ausgelegt: „Für unsere Produkte ist ein Exit schwer“, so Dümmel. Statt in Apps oder schnell wachsende Online-Plattformen steckt der Handelsunternehmer sein Geld vor allem in Bratpfannen, Abflussreiniger oder Nougat-Cremes. Alltagsprodukte, die sich in jeder Filiale gut verkaufen lassen. Oft millionenfach. Laut Dümmel machen seine DHDL-Startups inzwischen rund 100 Millionen Euro Umsatz pro Jahr.

Wenn aber bis heute kaum eines seiner Startups aus der Show verkauft wird – wie verdient Ralf Dümmel dann mit seinen Anteilen überhaupt Geld? Und woher nimmt er die finanziellen Mittel, um mit jeder weiteren Staffel von „Die Höhle der Löwen“ bei neuen Unternehmen einzusteigen?

Geld dank Gewinnausschüttungen

Die Antwort ist für Szenekenner so banal wie für Laien oft unbekannt: „Ich verdiene an Gewinnausschüttungen der Unternehmen“, sagt Dümmel zu Gründerszene. Die Ausschüttungen entsprächen dabei der Höhe seiner prozentualen Beteiligungen. Ein einfaches Beispiel: Erzielt eines seiner DHDL-Startups einen Jahresüberschuss von einer Million Euro und Dümmel hält 20 Prozent der Gesellschaftsanteile, bekommt er 200.000 Euro überwiesen. So bekommt der Investor nicht nur sein ursprünglich investiertes Geld zurück – sondern er macht idealerweise auch Gewinn.

Wie hoch seine jährlichen Einnahmen aus den Gewinnausschüttungen sind, will Dümmel aber nicht sagen. Nur soviel: Die Quote der erfolgreichen Startups sei höher, als die Zahl derjenigen, die sich am Markt nicht durchsetzen können. „Produkte wie die Toilettenbürste Loomaid, der Marderschreck Gomago, der Abflussstopfen Abfluss-Fee, der Wundreibstick Summersaver, das Kochsystem DeWok oder das Anti-Transpirant Soumee entwickeln sich sehr gut. Einige seit vielen Jahren“, so Dümmel.

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