October 6, 2022
Just Eat Takeaway verkauft iFood-Anteil für bis zu 1,8 Milliarden Euro an Prosus

Die Aktien des Essenslieferanten stiegen nach dem Deal um 40 Prozent. Außerdem: Doordash kündigt Partnerschaft mit Walmart und Wayfair entlässt fast 900 Mitarbeiter.

Der Markt für Essenslieferungen verändert sich erneut.

Der Markt für Essenslieferungen verändert sich erneut.

Michele Tantussi/Getty Images

Guten Morgen! Auch während des Wochenendes ging vielerorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Die Lieferando-Mutter Just Eat Takeaway will ihre Beteiligung am brasilianischen Essenslieferdienst iFood loswerden. Der Anteil soll für bis zu 1,8 Milliarden Euro an Prosus verkauft werden. Der in Amsterdam ansässige Essenslieferant will mit dem Verkauf seine eigene Bilanz stärken und sich für anstehende Darlehensrückzahlungen positiv aufstellen. Eine außerordentliche Hauptversammlung soll in den kommenden Monaten über den Deal entscheiden.

Die Aktien von Just Eat Takeaway schossen nach der Ankündigung am Freitag um bis zu 40 Prozent in die Höhe. Der niederländische Technologieinvestor Prosus, der bereits Mehrheitsaktionär von iFood ist, wird damit die volle Kontrolle über einen Lebensmittellieferer auf einem der größten Märkte der Welt gewinnen. [Mehr bei Handelsblatt, Bloomberg und Reuters]

Auf Gründerszene: Wer bei Startups nur an Berlin denken möchte, irrt. So kommt nicht nur das wertvollste deutsche Jungunternehmen aus München: das „Decacorn“ Celonis. Auch Firmen wie Lilium oder Personio sind im Umfeld der bayerischen Hauptstadt entstanden. Die Gründer sind allesamt Alumni der TU München. Gründerszene-Chefredakteur Alex Hofmann ist dem Erfolg der Münchner Hochschulen auf den Grund gegangen. [Mehr bei Gründerszene+

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht und der vergangenen Tage:

Doordash beendet seine Partnerschaft mit Walmart. Der Lebensmittellieferant war mehr als vier Jahre für die Lieferung der Produkte des Einzelhandelsunternehmens zuständig gewesen. Mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten, dass Doordash die Partnerschaft aufgekündigt habe, nachdem die Kooperation keine Vorteile mehr bringe und sich das Lieferunternehmen auf „seine langfristigen Kundenbeziehungen“ konzentrieren wolle. [Mehr bei Business Insider und Techcrunch]

Wayfair wird 870 Mitarbeiter entlassen. Der Online-Händler für Möbel und Wohnaccessoires gab bekannt, dass die Entlassungen etwa fünf Prozent seiner weltweiten Belegschaft und zehn Prozent des Managementteams betreffen werden. Der in Boston ansässige Möbelshop verzeichnete zu Beginn der Pandemie einen Umsatzanstieg, da das Interesse zunahm, Wohnungen zu renovieren und online einzukaufen, doch inzwischen sind die aktiven Kunden des Unternehmens wieder rückläufig. Im zweiten Quartal verzeichnete Wayfair im Vergleich zu seinen Einnahmen im Jahr 2021 deswegen einen Rückgang der Nettoeinnahmen um fast 15 Prozent. [Mehr bei The Verge und Techcrunch]

Snap pausiert die Entwicklung von Pixy, der fliegenden Kameradrohne des Unternehmens. Pixy wurde als neue Möglichkeit für Snapchat-Benutzer eingeführt, Fotos aus ungewöhnlichen Blickwinkeln aufzunehmen. Der Betreiber der Snapchat-App hatte mit dem Produkt versucht, weiter ins Hardware-Geschäft einzudringen. Pixy ist nicht der erste Reinfall der Firma in dem Bereich. Ein Brillen-Produkt hatte 2017 bereits Probleme für das Unternehmen kreiert. Aufgrund von Überbeständen musste Snap letztendlich fast 40 Millionen US-Dollar abschreiben. [Mehr bei CNBC]

Elon Musks Neuralink scheint sich um eine Investition oder möglicherweise sogar eine Kooperation mit Synchron zu bemühen, einem Entwickler von Gehirnchip-Implantaten. Neuralink selbst hat bei der direkten Verbindung des menschlichen Gehirns mit Maschinen anscheinend etwas Nachholbedarf. Musk soll sich laut eines Medienberichts in den letzten Wochen deswegen an den Gründer und Geschäftsführer von Synchron, Thomas Oxley, gewandt haben, um einen möglichen Deal zu besprechen. [Mehr bei CNBC]

Lucid Motors, ein kalifornischer Hersteller von Luxus-Elektrofahrzeugen, hat seine neue Lucid Air Sapphire Edition vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Limousine, die nach Angaben des Unternehmens in weniger als zwei Sekunden von null auf 60 Meilen pro Stunde (fast 100 km/h) beschleunigen können soll. Letzteres würde das Auto leistungsstärker machen als den bisherigen Rekordhalter, das Tesla Model S Plaid. Die neue Sapphire Edition kostet ab 249.000 US-Dollar. Erste Fahrzeuge können reserviert werden, doch Auslieferungen beginnen wohl nicht vor Anfang bis Mitte 2023. [Mehr bei The Verge]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Österreich bringt „Digitale Grundbildung“ auf den Stundenplan. Deutschland braucht das auch, sagt der Gründer Fredrik Harkort. [Mehr bei Gründerszene

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Einen guten Start in die Woche!

Eure Gründerszene-Redaktion

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