September 28, 2022
„Hier ist nicht Show und Shine, hier ist Machen“: So geht Gründen auf dem Land

Auch außerhalb der Metropolen wird gegründet. Erfahrungen von Gründern und Investoren zeigen: Der abgelegene Standort kann für Startups ein Vorteil sein.

Allein auf weiter Flur: So steht es um Startups in ländlichen Regionen nicht mehr unbedingt. Viele Länder bemühen sich, innovative Unternehmen anzuziehen.

Allein auf weiter Flur: So steht es um Startups in ländlichen Regionen nicht mehr unbedingt. Viele Länder bemühen sich, innovative Unternehmen anzuziehen.

Dennis Fischer Photography/Getty Images

Ilmenau: Beim Namen der 25.000-Einwohner-Stadt südlich von Erfurt denken die meisten wohl eher an Natur und Wälder als an Startup-Szene. Geschweige denn an mobile Roboter für die Gesundheitsbranche. Und der Deutsche Startup-Monitor 2021 gibt dieser Intuition erst einmal recht: Gerade einmal 1,6 Prozent der beim Bundesverband Deutscher Startups gemeldeten Unternehmen haben ihren Sitz in Thüringen. Ähnlich sieht es in Mecklenburg-Vorpommern aus, noch schlechter in Sachsen-Anhalt oder Rheinland-Pfalz.

Ein Großteil der Startups tummelt sich in oder um die deutschen Metropolen. Netzwerk, Fachkräfte und leichterer Zugang zu Kapital oder Investoren sind häufig angebrachte Argumente. Oder schlicht: bessere Ökosysteme. Und doch sind auch die ländlichen Regionen immer stärker bemüht, Startups anzuziehen und zu fördern. Und der vergleichsweise abgelegene Standort kann auch Vorteile mit sich bringen.

So bei den Robotern aus Ilmenau. Denn genau mit dieser Idee haben Anke Mayfarth und Christian Sternitzke dort im Mai 2020 ihr Startup Tediro gegründet. Ihr Roboter soll Physiotherapeuten unterstützen, indem er ihnen eine Routineübung abnimmt: das Gangtraining mit Klienten an Gehhilfen. Der Roboter analysiert die Bewegung, liefert den Klienten Feedback und den Fachkräften eine detaillierte Auswertung – ohne, dass die bei der Übung dabei sein müssten.

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