October 6, 2022
Experte verrät: So kaufen Sie beim Online-Shopping im Ausland sicher ein

Informieren sollte man sich vor dem Kauf auch über die Lieferzeiten: Oftmals werden Artikel zwar als sofort lieferbar gekennzeichnet. Aber es kann je nach Transportweg trotzdem mehrere Wochen dauern, bis die Ware in Deutschland ankommt.

Minderwertige Ware ist nicht selten

Die Verbraucherzentrale Hamburg warnt insbesondere davor, Kleidungsstücke aus asiatischen Shops zu kaufen: Diese wiesen immer wieder erhebliche Mängel in der Verarbeitung und im Schnitt auf. Oft bestünde die Kleidung außerdem aus anderen Materialien, als im Onlineshop angegeben sei. Kleider seien dann etwa nicht aus Baumwolle oder Leinen, sondern aus einem synthetischen Material wie Polyester. (Auch lesenswert: Finanzen verwalten: 10 Regeln, wie Sie laut Harvard richtig mit Ihrem Geld umgehen)

Darüber hinaus sollten Käufer*innen misstrauisch werden, wenn vermeintliche Markenprodukte im Ausland besonders günstig angeboten werden. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es sich dabei dann um Fälschungen handelt. In dem Fall kann es passieren, dass der Zoll die Ware gar nicht erst aushändigt. Das droht auch, wenn Elektronikartikel nicht den Sicherheitsanforderungen der EU entsprechen.

Vorsicht bei der Zahlung

Wichtig für die eigene Sicherheit beim Onlineshopping sind außerdem die Zahlungsmöglichkeiten. „Falls man weder mit der Kredit- oder Debitkarte noch über andere vertrauenswürdige Zahlungsweisen wie etwa beim Kauf auf Rechnung bezahlen kann, ist das ein Warnsignal“, sagt Weber der Onlinebank N26. (Auch interessant: Video-Vorstellungsgespräch: Mit diesen 6 einfachen Experten-Tipps bekommen Sie den Job)

Wer per Kreditkarte zahlt, sollte zudem darauf achten, dass die Daten verschlüsselt übermittelt werden. „Wenn in der Adressleiste kein Vorhängeschloss zu sehen ist, sollte man keine Bankdaten preisgeben“, sagt der Experte. „Vertrauenswürdige Unternehmen werden ihre Websites immer mit dem TLS-Protokoll verschlüsseln.“

Bei Bezahlung per Bankeinzug und Lastschrift sollten Verbraucher*innen zudem wissen, dass seriöse Händler niemals nach der PIN- oder TAN-Nummer fragen werden. „Sie werden auch nicht per E-Mail dazu auffordern, Bankdaten erneut auf einer Website einzugeben“, sagt Weber. (Lesen Sie auch: Fünf Dinge, die Sie über Jeff Bezos noch nicht wussten)

Verträge zum Käuferschutz genau lesen

Wer erst nach der Bestellung ein mulmiges Gefühl bekommt, sollte den Vertrag so schnell wie möglich widerrufen und auch versuchen, die Zahlung zurückzuholen. Das geht besonders einfach bei einer Lastschrift. Auch bei einer Überweisung oder Kreditkartenzahlung lohnt sich der Versuch.

Manche Bezahlsysteme wie etwa Paypal oder Amazon Payments bieten außerdem einen Käuferschutz an. Das heißt, dass sie die Kosten tragen, wenn die Ware nicht ankommt oder von der Beschreibung im Shop abweicht. Hier sollte man sich allerdings genau einlesen, da sich die Bedingungen je nach Anbieter in wichtigen Details unterscheiden können. Bei Paypal etwa entfällt der Käuferschutz, wenn man mit diesem Anbieter bezahlt, ohne dort ein Konto zu besitzen. (Auch interessant: Mit diesem einfachen Trick von Elon Musk und Steve Jobs wirken Sie sofort souveräner)

Read More

Leave a Reply

Your email address will not be published.