September 28, 2022
Elon Musk verkauft Tesla-Aktien im Wert von 6,9 Milliarden Dollar

Die Gelder könnten zur Finanzierung dienen, falls er Twitter doch noch kaufen muss. Außerdem: Disney holt Netflix mit seinem Streaming-Dienst ein und Samsung stellt neue Klapphandys vor.

Der Tesla-Gründer hat erneut Aktien des amerikanischen Elektroautoherstellers veräußert.

Der Tesla-Gründer hat erneut Aktien des amerikanischen Elektroautoherstellers veräußert.

Getty Images

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Elon Musk hat Aktien von Tesla im Wert von 6,9 Milliarden US-Dollar verkauft. Mit den Geldern will sich der Tesla-Chef wappnen, falls er gerichtlich doch noch dazu verdonnert wird, die Vereinbarung zur Übernahme von Twitter einzuhalten. Laut Unterlagen, die die US-Börsenaufsicht SEC veröffentlichte, verkaufte der Milliardär zwischen Freitag und Dienstag etwa 7,9 Millionen Aktien. Musk, der immer noch fast 15 Prozent des Elektroautoherstellers besitzt, twitterte, dass er mit dem Verkauf fertig sei und Tesla-Aktien kaufen würde, wenn der Twitter-Deal nicht abgeschlossen werde.

„Für den (hoffentlich unwahrscheinlichen) Fall, dass Twitter diesen Deal zum Abschluss zwingt und einige Eigenkapitalpartner nicht durchkommen, ist es wichtig, einen Notverkauf von Tesla-Aktien zu vermeiden“, schrieb Musk. Die Tesla Aktien stiegen am Mittwoch um drei Prozent, Twitter kletterte ebenfalls um gut drei Prozent. Seit November hat Musk Tesla-Aktien im Wert von etwa 32 Milliarden Dollar verkauft. Erst vor vier Monaten hatte der reichste Mensch der Welt noch gesagt, er habe keine weiteren Aktienverkäufe geplant. [Mehr bei BloombergWall Street JournalCNBC und Reuters]

Auf Gründerszene lest ihr heute: In Krisenzeiten sichern sich Investoren gerne mit sogenannten Liquidationspräferenzen gegen Totalverluste ab – zum Nachteil der Gründer. Was es mit dem Sonderrecht im Detail auf sich hat, erklärt der M&A-Experte Christian Saxenhammer. [Mehr bei Gründerszene+]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Disney hat den Konkurrenten Netflix eingeholt: Der On-Demand-Service Disney+ hatte im Juni 152 Millionen Abonnenten und damit 31 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zusammen mit Hulu und ESPN+ stieg die Zahl der Streaming-Abonnenten auf 221,1 Millionen und lag damit leicht über den 220,7 Millionen von Netflix. Die Zahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten. Disney senkte allerdings seine Prognose für das zukünftige Abonnentenwachstum. Chief Financial Officer Christine McCarthy sagte, die Gesamtzahl der Disney+-Abonnenten werde Ende September 2024 zwischen 215 Millionen und 245 Millionen liegen. Zuvor hatte Disney 230 Millionen bis 260 Millionen prognostiziert. Das drei Jahre alte Disney+ gab außerdem bekannt, dass seine werbefinanzierte Abonnementstufe im Dezember eingeführt wird. Dies bedeutet, dass sie verfügbar sein wird, bevor ein ähnliches Angebot von Netflix Anfang 2023 auf den Markt kommt. [Mehr bei HandelsblattCNBCThe Information und Techcrunch]

Samsung hat auf dem Galaxy-Unpacked-Event aktualisierte Versionen seiner Geräte mit faltbarem Bildschirm vorgestellt. Das Galaxy Z Fold 4 und das Z Flip 4 wurden während einer Live-Streaming-Veranstaltung zusammen mit überarbeiteten Versionen der besten Buds Pro-Ohrhörer und der Galaxy Watch 5 angekündigt. Alle neuen Produkte enthalten recycelte Materialien wie Plastik aus dem Ozean. Das Mobiltelefon Galaxy Z Flip verfügt nun über eine bessere Kamera, einen größeren Bildschirm und ein schlankeres Gehäuse. Samsungs faltbares Tablet, das Z Fold 4, wurde ebenfalls mit einem schlankeren Scharnier, dünneren Einfassungen und einer Gewichtsreduzierung von acht Gramm im Vergleich zu seinem Vorgänger verfeinert. [Mehr bei The GuardianBloombergWall Street Journal und Reuters]

Die Westwing Group hat die Prognose für das laufende Geschäftsjahr angepasst. Das Unternehmen verzeichnete im dritten Quartal 2022 bisher einen Rückgang des Bruttowarenvolumens um minus zehn Prozent gegenüber dem Vorjahrsquartal. Das E-Commerce-Home & Living-Unternehmen aus München hatte gehofft, im zweiten Halbjahr ein positives Wachstum zu realisieren. Doch die beschleunigte Inflation in Kernmärkten sowie der Ukraine-Krieg setzten dem Unternehmen zu. Nun wird erwartet, dass die Umsätze im zweiten Halbjahr 2022 voraussichtlich unter denen des Vorjahres liegen. Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet Westwing einen Umsatz zwischen 410 und 450 Millionen Euro. [Mehr bei Finanzen.net]

Das Flugtaxi-Unternehmen Joby Aviation hat den Umfang seines Vertrags mit dem US-Verteidigungsministerium auf bis zu 75 Millionen US-Dollar erhöht. Der Vertrag, der bis 2025 läuft, hat sich von einem Wert von 30 Millionen Dollar mehr als verdoppelt und umfasst nun auch das US Marine Corps. Dies spiegelt das Interesse Washingtons an Elektroflugzeugen wider, die billiger zu warten sind als herkömmliche Hubschrauber. Joby Aviation will 2024 seine elektrisch betriebenen Flugtaxis auf den Markt bringen. [Mehr bei Bloomberg]

Deliveroo hat in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Verlust vor Steuern von 147,3 Millionen Pfund gemeldet. Das sind 54 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der britische Lebensmittellieferer sagte, er berate über Pläne zum Ausstieg aus den Niederlanden. Es wäre der nächste Abzug aus einem wichtigen europäischen Markt nach Spanien und Deutschland. Das Unternehmen gab auch bekannt, es werde sein allererstes Aktienrückkaufprogramm einleiten und Aktien im Wert von bis zu 75 Millionen Pfund von Investoren kaufen. [Mehr bei CNBC]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Die Zahl der offenen Stellen bei Unicorns halbiert sich – in einer Branche gibt es dennoch reichlich Jobs. Wir verraten euch mehr. [Mehr bei Gründerszene]

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Einen schönen Donnerstag!

Eure Gründerszene-Redaktion

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