October 1, 2022
Ein Investor erklärt, welche Startups in der Krise überzeugen – und welche nicht

Zeitenwende: Bewertungen fallen, VCs diktieren wieder die Terms. Andre Retterath, Partner beim Frühphaseninvestor Earlybird, erklärt, wie Startups in dieser Zeit Geld bekommen

Earlybird

Inflation, Rezessionsangst, steigende Energie- und Rohstoffpreise – die Schlagzeilen der letzten Wochen machen wenig Mut. Und die Krise ist, heißt es an manchen Stellen, längst auch bei den Startups angekommen. Oder doch nicht? Venture-Capital-Firmen verkünden weiterhin ein erfolgreiches Fonds-Closing nach dem anderen. Es scheint nach wie vor eine Menge Geld da zu sein, das investiert werden möchte. Wie passt das zusammen, und was bedeutet das für Gründerinnen und Gründer?

“>

Externer Inhalt nicht verfügbar

Deine Privatsphäre-Einstellungen verhindern das Laden und Anzeigen aller externen Inhalte (z.B. Grafiken oder Tabellen) und Sozialen Netzwerke (z.B. Youtube, Twitter, Facebook, Instagram etc.) Zur Anzeige aktiviere bitte die Einstellungen für Soziale Netzwerke und externe Inhalte in den Privatsphäre-Einstellungen.

Klickt hier, um alle Podcast-Folgen zu sehen.

„Ich glaube, es sind gerade wundervolle Zeiten als Investor mit einem vollen Fund“, sagt Andre Retterath, Partner beim Münchner Frühphasen-VC Earlybird – einem Investor, der einen vollen Fonds hat. Erst im Frühling schloss der VC einen Geldtopf mit 350 Millionen Euro, die nun in Startups fließen sollen. Retterath glaubt aber auch, dass es gute Zeiten für Unternehmen sein können – zumindest für jene mit nachhaltigen Business-Modellen.

„Startups, die aktuell extrem viel Geld verbrennen und die in den letzten Jahren auf Hyper-Growth getrimmt wurden, haben echt Probleme, wenn sie keinen Pfad in die Profitabilität aufzeigen können“, sagt der Investmentprofi. Hingegen ließe er sich weiter von Startups in der Seedphase überzeugen, wenn sie „ein wirklich ein gutes Profil haben, ein gutes Team und eine Hypothese für einen attraktiven Markt.“

Die letzten Jahre seien demgegenüber „ungesund“ gewesen, wie Retterath sagt. Im Podcast erklärt er sehr genau, wie es dazu kommen konnte, dass Startups den VCs lange Zeit die Bedingungen diktiert haben und nicht umgekehrt.

Lest auch

Das sei jetzt wieder anders, die Ansprüche an Gründerinnen und Gründer würden steigen. Andere Business-Modelle und Branchen seien für Investoren jetzt interessant. Was genau Gründerinnen jetzt tun und wie sie vor Investoren pitchen sollten, um auch jetzt unter verschärften Bedingungen Finanzierungen zu erhalten, erklärt der Investor im Gründerszene-Podcast „So geht Startup“.

Die gute Nachricht: Es ist laut Retterath nicht so schlimm, wie es scheint, wenn man nur die trüben Headlines liest: „Ich bin total positiv. Ich glaube, jetzt ist es sowohl als Unternehmer als auch Investor die beste Zeit, um zusammenzukommen und große Unternehmen aufzubauen.“ Das ist nämlich auch eine alte Börsenweisheit: Gute Unternehmen entstehen in Bullenmärkten – fantastische Unternehmen in Bärenmärkten.

Anzeige. Diese Folge wird präsentiert von Circular Valley – dem globalen Zentrum der Kreislaufwirtschaft. Hier präsentieren mehr als 30 Startups von fünf Kontinenten beim Demo Day am 9. September 2022 ihre Ideen für eine echte Kreislaufwirtschaft. Erfahre jetzt mehr unter www.circular-valley.org.


Read More

Leave a Reply

Your email address will not be published.