September 26, 2022
Egym wäre Ende des Jahres bereit für einen Börsengang, sagt der CEO
  • Fitness-Startup

Egym wäre Ende des Jahres bereit für einen Börsengang, sagt der CEO

  • Profielfoto Lisa Ksienrzyk

Noch Anfang 2020 entließ das Fitness-Startup mehr als ein Fünftel seiner Angestellten. Bei nachfolgenden Finanzierungsrunden litt die Bewertung von Egym. Heute läuft es besser denn je.

Philipp Rösch-Schlanderer steht kurz davor, seine Firma Egym profitabel zu wirtschaften.

Philipp Rösch-Schlanderer steht kurz davor, seine Firma Egym profitabel zu wirtschaften.

Egym GmbH

Innerhalb von wenigen Wochen haben sämtliche Kunden des Fitness-Startups Egym ihre Betriebserlaubnis verloren. Grund waren die Corona-Bestimmungen Anfang 2020. Die meisten Staaten schickten ihre Bürger in den Lockdown. Und Egym in eine Krise. Heute wächst das Münchner Unternehmen stärker als vor der Pandemie und weist erstmals einen dreistelligen Jahresumsatz auf. Grund seien die schnellen Entlassungen gewesen, sagt Mitgründer und CEO Philipp Rösch-Schlanderer im Gespräch mit Gründerszene. Zu Beginn der Corona-Pandemie senkte das Startup seine Kosten, indem es 100 seiner 450 Angestellten kündigte.

Der 39-Jährige hat in sein Münchner Büro geladen, das in einem Hochhaus-Ensemble am östlichen Rand der bayrischen Hauptstadt liegt. Egym war einer der ersten Mieter der Bavaria Towers, teilt sich die Adresse mit Industriegrößen wie Nvidia und Samsung. In der ersten Etage befindet sich ein Showroom mit Dutzenden Egym-Sportgeräten, im vierten Stockwerk sitzt Rösch-Schlanderer im großzügigen Eckbüro.

12.000 Euro für ein Sportgerät

Der gebürtige Schwabe hat in München Wirtschaft studiert und sich am renommierten Gründerinstitut CDTM, dem Center for Digital Technology and Management, ausbilden lassen. Nach seinem Abschluss gründete er 2010 mit seinem Kommilitonen Florian Sauter die Firma Egym. Das Münchner Startup baut Sportgeräte, die sich per App bedienen lassen. Die Nutzer erhalten entsprechend ihrer Fitness Anweisungen, wie intensiv und häufig sie an den einzelnen Stationen trainieren sollen. Auf diese Weise ersetzt Egym einen persönlichen Coach. Das Geschäftsmodell zieht auf den B2B-Markt ab: Die Geräte verkaufen oder vermieten die Münchner an Studios – eines kostet laut Egym etwa 12.000 Euro.

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