September 28, 2022
Digitaler Pflegedienst Cera Care sammelt 320 Millionen Dollar

Das Londoner Startup will die Langzeitpflege im Krankenhaus ersetzen. Außerdem: Nintendo verkauft weniger Switch-Konsolen und Luxusmarken Gucci und Tiffany & Co steigen in die Welt der NFTs ein.

Die KI-App von Cera Care berechnet den Gesundheitszustand des Patienten.

Die KI-App von Cera Care berechnet den Gesundheitszustand des Patienten.

Cera Care

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Cera Care, ein britischer digitaler Pflegedienst, der die persönliche Betreuung mit moderner Technologie kombiniert, hat in einer Eigenkapital- und Fremdkapitalfinanzierungsrunde 320 Millionen US-Dollar aufgebracht (etwa 50/50 aufgeteilt). Das vor fünf Jahren gegründete Healthtec, das auch in Deutschland tätig ist, bietet Pflege-, Krankenpflege-, Telemedizin- und Rezeptlieferungsdienste für zu Hause an. Das Startup behauptet, dass es zehnmal billiger ist als die Behandlung eines Patienten im Krankenhaus und dass es die Krankenhausaufenthaltsraten um über 50 Prozent reduzieren kann. 

Das Geschäftsmodell der Londoner führte in den letzten Jahren zu einer starken Expansion, die durch die Covid-Pandemie verstärkt wurde. Das Unternehmen plant nun mit dem frischen Kapital, von 15.000 Patienten auf bis zu 100.000 pro Tag zu expandieren. Cera Care beabsichtigt langfristig, zu einem SAAS-Modell überzugehen, mit dem es anderen Technologie- und Pflegeanbietern ermöglichen würde, seine Dienste zu nutzen. [Mehr bei Techcrunch]

Auf Gründerszene lest ihr heute: Bald ist Hartz 4 Geschichte, zumindest vom Namen her: Ab 2023 soll die unbeliebte Bezeichnung für das Arbeitslosengeld in „Bürgergeld“ umbenannt werden. Marco Klock hat um Hartz 4 ein Geschäftsmodell entwickelt. Mit seinem Startup Rightmart setzt er höhere Geldbeträge durch und verdient an einer Provision. [Mehr bei Gründerszene]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Nintendo hat von April bis Juni 23 Prozent weniger Switch-Konsolen verkauft als ein Jahr zuvor. Das Spieleunternehmen verkaufte im Quartal 3,43 Millionen Einheiten seiner Switch-Konsole, verglichen mit 4,45 Millionen im Vorjahr. Der Grund sind die anhaltenden Chip-Engpässe. Das in Kyoto ansässige Unternehmen sagte, es erwarte, dass sich die Beschaffung vom Spätsommer zum Herbst verbessern werde, und hielt an seiner Prognose fest, 21 Millionen Einheiten im Jahr bis Ende März 2023 zu verkaufen. „Die Nachfrage bleibt in allen Regionen stabil“, sagte Nintendo in einer Präsentation. [Mehr bei Reuters und Axios]

Gucci und Tiffany & Co. haben sich zu etlichen anderen Luxusmarken gesellt, die NFT-Projekte starten. So will Tiffany NFTs verwenden, um kundenspezifischen Schmuck für Krypto-Liebhaber herzustellen. Die beiden Unternehmen bezeichneten diese Initiativen als „die Zukunft“ und einen weiteren Schritt in ihrer Erforschung des Web3. Die Marktbedingungen für diese Produkteinführungen scheinen alles andere als ideal, da die Nachfrage auf dem NFT-Markt in den letzten Monaten eingebrochen ist. [Mehr bei Bloomberg]

Thoma Bravo kauft Ping Identity, ein in Denver ansässiges Unternehmen für Authentifizierungssoftware, für rund 2,8 Milliarden US-Dollar. Zu den Verkäufern gehört Vista Equity Partners, das Ping 2019 an die Börse brachte und derzeit knapp zehn Prozent der Anteile hält. Thoma Bravo, das vornehmlich in Technologieunternehmen und Unternehmen auf dem Gebiet der Softwareentwicklung investiert, zahlt 28,50 Dollar pro Aktie. Das Identitätsmanagement bleibt derzeit ein heißes Thema in der Welt der Unternehmens-IT angesichts der zunehmenden Zahl von Cyberangriffen und Sicherheitsverletzungen. [Mehr bei Axios]

Investition: VMG Catalyst, eine in New York ansässige Risikokapitalgesellschaft, die in Online-Händler und Startups für Handelssoftware investiert, hat 400 Millionen US-Dollar für ihren zweiten Fonds aufgebracht. Das Unternehmen hat bisher in Softwareunternehmen investiert, darunter den Marketingsoftwareanbieter Attentive und den Website-Builder Shogun. VMG Catalyst wird Kapital aus dem zweiten Fonds verwenden, um weiterhin in Startups für Handelssoftware zu investieren. [Mehr bei The Information]

Kryptowährungen: Bei einer Cyberattacke auf den Krypto-Dienstleister Nomad wurden in der Nacht auf Dienstag Kryptowährungen im Wert von rund 190 Millionen US-Dollar gestohlen. Dabei war die sogenannte „Nomad Token Bridge“ betroffen, eine Brücke zwischen verschiedenen Blockchains. Außerdem haben unbekannte Hacker in der Nacht auf Mittwoch Tausende Wallets der Kryptowährung Solana geleert. Was den millionenschweren Angriff ermöglichte, ist nicht bekannt. [Mehr bei HandelsblattCNBC und CNBC]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Lieferando überrascht mit neuem Express-Angebot: Das steckt dahinter. [Mehr bei Gründerszene+]

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Einen schönen Donnerstag!

Eure Gründerszene-Redaktion

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