October 6, 2022
Dieser 17-jährige Gründer wurde mehrmals beklaut – jetzt rächt er sich mit einer Erfindung

Aaron Holzhäuer fährt viel Fahrrad. Mehrmals wurde sein Fahrradzubehör gestohlen. Seine Erfindung – eine Art Kofferraum fürs Fahrrad – präsentiert er nun bei DHDL.

Aaron Holzhäuer präsentiert seine Fahrradbox „BeeSafe

Aaron Holzhäuer präsentiert seine Fahrradbox „BeeSafe“ in der Gründershow „Die Höhle der Löwen“ und hofft auf ein Investment von 145.000 Euro – für 25,1 Prozent.

RTL / Frank W. Hempel

Hierzulande besitzt fast jeder ein Fahrrad, wie eine Statista-Auswertung ergeben hat. Oder in anderen Worten „Der Fahrradmarkt ist riesig. Aufgrund des Nachhaltigkeitsgedanken werden immer mehr Menschen aufs Fahrrad umsteigen“, ist Aaron Holzhäuer überzeugt. Der 17-jährige Berliner, der diesen Sommer sein Abitur gemacht hat, ist selbst jahrelang mit dem Fahrrad zur nächstgelegenen U-Bahn-Station geradelt, um zur Schule zu kommen. Und immer wieder sei ihm seine Fahrradausrüstung, also sein Licht und Tacho, gestohlen worden. „Innerhalb eines halben Jahres insgesamt viermal“, erzählt er im Gespräch mit Gründerszene.

Seine Fahrradausrüstung am Fahrrad lassen? War keine Option mehr. Allerdings war er es auch satt, immer wieder Tacho und Licht an- und abmontieren zu müssen. Oder in der Dunkelheit ohne Licht fahren zu müssen, weil er seine Ausrüstung in einer anderen Tasche vergessen hatte. Und auch auf dem Markt schien es für ihn keine praktikable Lösung zu geben, sogar seine vermeintlich sichere Fahrradtasche wurde gestohlen: „Ich war ziemlich verzweifelt“, so Holzhäuer, der all seine Frustration in die Entwicklung einer selbstgebauten Fahrradbox namens „BeeSafe“ steckte – quasi einen abschließbaren Kofferraum für sein Rennrad.

Holzhäuer fordert 145.000 Euro von den DHDL-Löwen

Die Idee einer abschließbaren Fahrradbox, an der er ein Jahr lang getüftelt hat, stellt er nun in der Gründershow „Die Höhle der Löwen“ vor. Er will 145.000 Euro und ist im Gegenzug bereit, 25,1 Prozent seiner Firmenanteile abzugeben. Ob sich die Löwen von dem Erfindergeist des 17-Jährigen begeistern lassen?

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Eine Fahrradbox mit einem Zahlenschloss kostet 29,99 Euro – für eine Fahrradbox mit einem Schloss zahlen Kunden 39,99 Euro. Für einen Aufpreis von rund 50 Euro ist die Box auch mit einem integriertem Solarmodus sowie einer Powerbank mit USB-Anschlüssen erhältlich, um beispielsweise die Fahrradlampfe während der Fahrt aufladen zu können.

So schaut die Fahrradbox des jungen Gründers aus.

So schaut die Fahrradbox des jungen Gründers aus.

RTL / Frank W. Hempel

2000 Euro kostete die Entwicklung des Fahrradtresors

Holzhäuer habe es von klein auf geliebt, an Dingen zu schrauben und zu basteln, sagt er. Als kleiner Junge habe er begonnen, mit seinem Vater Holzspielautos zu bauen, irgendwann sei ein eigener Automat gefolgt. Dann seien Apps und Spiele dazugekommen – und jetzt eine eigens entwickelte Fahrradbox.

„Die reinen Materialkosten für den ersten Prototyp waren mit 15 Euro relativ gering“, erzählt er. Doch die Entwicklungskosten hätte sein Erspartes aufgefressen: Rund 2000 Euro soll er für die Anschaffung eines 3D-Druckers, eines Lasercutters und anderer Materialien investiert haben.

Die Zeit und das Geld, das er in den Bau der Fahrradboxen investierte, zahlten sich offenbar aus: „Ich wurde häufiger von anderen Fahrradfahrern darauf angesprochen und gefragt, woher ich die Fahrradbox habe“, so Holzhäuer.

Gründung der Firma erfolgte ein halbes Jahr nach den DHDL-Dreharbeiten

Im Januar 2022 pitchte er seine Idee schließlich vor den Löwen in der Aufzeichnung der Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“, die am 29. August ausgestrahlt wird. Zum Zeitpunkt der Aufzeichnung zu Jahresbeginn habe es noch keine Firma gegeben, erzählt Holzhäuer. Und dementsprechend habe er auch noch keine Fahrradboxen verkauft. Die Gründung soll erst Anfang August dieses Jahres vollzogen worden sein, also etwa ein halbes Jahr nach den Dreharbeiten. Seine Firma heißt nun Lab2. GmbH. Im Impressum des Unternehmens wird der Vater des 17-jährigen Gründers aufgeführt, da Holzhäuer selbst als minderjährige Person nur beschränkt geschäftsfähig ist.

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Ebenfalls ein halbes Jahr später nach den Dreharbeiten ist der Website des Startups zu entnehmen, dass die Fahrradbox in „BeeMyBox“ umbenannt wurde.

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