September 25, 2022
Chef von Milliarden-VC warnt vor Startup-Winter: „Keine Phase, die in sechs Monaten vorbei ist”

Christian Leybold, Managing Partner bei Headline, sieht in der aktuelle Krise auch Gutes.

Christian Leybold, Managing Partner bei Headline, sieht in der aktuelle Krise auch Gutes.

Headline

Heute gab die Venture Capital Firma Headline (ehemals E.Venture) bekannt, drei neue Fonds mit insgesamt 917 Millionen Euro an den Start zu bringen. Die Summe allein lässt schon aufmerken – aber das Timing erstaunt schon sehr: Tech-Krise, Massenentlassungen, Venture-Winter – war da nicht was? Wir haben bei Christian Leybold, Mitgründer und General Partner von Headline, nachgefragt.

Christian, war es schwieriger als bei euren vorherigen Fonds, die LPs und Investoren zu überzeugen und diese Menge Geld einzusammeln?

Im Grunde gab es zwei Gruppen von Investoren: Die, die gesagt haben ‚Jetzt machen wir erstmal gar nichts‘, aber eben auch die mit der Devise ‚Jetzt erst recht. Ist doch ein super Zeitpunkt, um in die erste Klasse reinzugehen‘. Und unterm Strich haben wir für unsere neuen Fonds sowohl viele neue Investoren dazu gewonnen, also auch mehr als 100 Prozent der Investitionen unserer Bestandsinvestoren zurückbekommen. 

Das heißt, es sind gar nicht unbedingt schwerere Zeiten als Investor?

Sagen wir so: Gehört dazu. Wir waren einfach in einer unglaublich langen Aufwärtsbewegung am Markt. Eine Anomalie, die durch günstiges Kapital getrieben wurde. Die Normalität sieht anders aus. Es gibt Aufs und Abs. Das ist ja auch das Schöne am Venture-Capital-Modell: Du hast ein langfristiges „alignment of interest“. Beide Seiten, Unternehmer und Investor, profitieren davon, wenn das Startup erfolgreich ist. Da darfst du aber halt bei Windstärke Drei nicht über Bord gehen, salopp gesagt. Es kommt auch mal ein bisschen Sturm.

Welche Windstärke haben wir aktuell? Wie stark ist die aktuelle Krise im Vergleich zu anderen, die ihr in eurer 23-jährigen Firmengeschichte miterlebt habt?  

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