September 25, 2022
Amazon übernimmt Hersteller von Staubsauger-Robotern

Mit dem Kauf von iRobot baut der Onlinehändler seine Dominanz im Bereich des vernetzten Zuhauses aus. Außerdem: Musk beschuldigt Twitter des Betrugs und Meta testet Livestreaming-Plattform.

Colin Angle, CEO von iRobot, hat angesichts des Exits an Amazon gut lachen.

Colin Angle, CEO von iRobot, hat angesichts des Exits an Amazon gut lachen.

Matthew J. Lee/The Boston Globe via Getty Images

Guten Morgen! Auch während des Wochenendes ging vielerorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Amazon ist weiterhin in Einkaufslaune: Wie am Freitag bekannt wurde, will der E-Commerce-Konzern als nächstes iRobot übernehmen. Die US-Firma ist für ihre selbstfahrenden „Roomba“-Staubsauger bekannt. Der Onlinehändler hat einen Kaufpreis von 61 US-Dollar pro Aktie für iRobot vereinbart. Damit wird der Hersteller von Smart-Home-Produkten mit rund 1,7 Milliarden Dollar bewertet. Diese Summe will Amazon in bar zahlen.

Sollte der Deal bei den Aufsichtsbehörden in den USA durchgehen, wird dies die Dominanz von Amazon im Bereich des vernetzten Zuhauses stärken. Laut einer von eMarketer veröffentlichten Studie hatte im Februar 2022 fast jeder dritte US-Haushalt mit Internetzugang entweder ein Amazon Fire TV-Gerät, einen Echo-Smart-Lautsprecher oder beides. Auch Ring, das Amazon 2018 übernommen hat, verfügt laut einer weltweiten Umfrage aus dem Jahr 2021 über den Großteil des nach wie vor wachsenden Marktes für Video-Türklingeln. [Mehr bei The Information, Wall Street Journal und Handelsblatt]

Auf Gründerszene: Es grenzt an ein Wunder, dass es in Deutschland überhaupt noch möglich ist, Carsharing zu nutzen. Bislang hat kein Anbieter damit Geld verdient. Zudem gibt es immer strengere Regeln. Jetzt müssen sich Kunden zudem auf rasch steigende Preise einstellen, wie Mobility-Experte Don Dahlmann schreibt. Warum, lest ihr in seiner neuen Drehmoment-Kolumne. [Mehr bei Gründerszene]   

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht und der vergangenen Tage:

Tesla-Chef Elon Musk beschuldigt Twitter im Rahmen seiner Klage anscheinend des Betrugs. Der Milliardär wirft dem Kurznachrichtendienst vor, den Zustand seines Geschäfts und die wichtigsten Kennzahlen über die Nutzer seiner Plattform falsch dargestellt zu haben, bevor er im April zustimmte, das Unternehmen für 44 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Auch Twitter verklagt Musk, um ihn doch noch zur Einhaltung des inzwischen abgesagten Deals zu zwingen. [Mehr bei CNBC und Wall Street Journal]

Meta testet eine neue Livestreaming-Plattform für Influencer namens „Super“. Die neue Plattform ermöglicht es Influencern, Livestreams zu hosten, damit Geld zu verdienen und mit Zuschauern in Kontakt zu treten. Angeblich hat das Unternehmen Influencern zwischen 200 und 3000 US-Dollar für die Nutzung der Plattform für 30 Minuten gezahlt. „Super“ wird seit Ende 2020 entwickelt. Dahinter steht Metas sogenanntes Product Experimentation Team. [Mehr bei Techcrunch und Business Insider]

Cloudflares Aktien sind am Freitag um mehr als 27 Prozent gestiegen. Damit konnte die US-Firma, die ein weltweites Cloudnetzwerk aufgebaut hat, den besten Tag der Aktie seit ihrem Debüt an der New Yorker Börse 2019 verbuchen. Die Börseneuphorie hatten besonders gute Quartalsergebnisse sowie eine Prognose für das Gesamtjahr ausgelöst, die die Vorhersagen der Analysten übertrafen. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 54 Prozent auf 234,5 Millionen US-Dollar. [Mehr bei CNBC]

Paytm, ein indisches Startup für digitale Zahlungen, hat in seinen Quartalsergebnissen einen hohen Verlust verbuchen müssen. Nachdem die Kosten um 70 Prozent in die Höhe schossen, rutschte das Fintech-Unternehmen im Quartal bis Ende Juni 81 Millionen US-Dollar ins Minus. Trotzdem bekräftigte die Firma, die von der japanischen Softbank Group und der chinesischen Ant Group unterstützt wird, dass sie nach wie vor operative Rentabilität bis Ende September 2023 anstrebe. [Mehr bei Bloomberg]

Upper90, eine in New York ansässige Investmentfirma, hat 180 Millionen US-Dollar für ihren dritten Fonds aufgebracht. Dieser konzentriert sich auf die Finanzierung von Startups in der Frühphase. Im Angebot sind Fremdkapital oder einer Mischung aus Fremd- und Eigenkapital. Upper90 wurde 2018 von dem früheren Goldman Sachs-Trader Billy Libby sowie dem Mitgründer von Seamless, Jason Finger, gegründet. Es unterstützt in erster Linie Fintech- und E-Commerce-Unternehmen. [Mehr bei The Information]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Zum 1. August hat die Digitalisierung mit der Papier-Pflicht bei Arbeitsverträgen einen gewaltigen Rückschritt in Deutschland gemacht. Aber es gibt auch einen Lichtblick. [Mehr bei Gründerszene

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Einen guten Start in die Woche!

Eure Gründerszene-Redaktion

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