September 26, 2022
Amazon schließt seine Telemedizin-Einheit Amazon Care

Erst im Juli hatte der Online-Händler die Gesundheitsplattform One Medical gekauft. Außerdem: Peloton will seine Sportgeräte künftig bei Amazon verkaufen und Nvidia bekommt schwache Nachfrage im Gaming-Bereich zu spüren.

Amazon arbeitet seit Jahren an der Entwicklung eines Gesundheitsangebots für große Unternehmenskunden.

Amazon arbeitet seit Jahren an der Entwicklung eines Gesundheitsangebots für große Unternehmenskunden.

BSIP/Universal Images Group via Getty Images

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Amazon stellt seinen Telegesundheitsdienst Amazon Care ein. Damit markiert der Einzelhandelskonzern einen großen Rückzug seiner Bemühungen, in den Gesundheitsbereich einzudringen. Amazon wird den Dienst nach dem 31. Dezember einstellen, kündigte Neil Lindsay, Leiter von Amazon Health Services, in einer Firmen-E-Mail an. Das E-Commerce-Unternehmen entschied sich für den Schritt, nachdem er festgestellt habe, dass es nicht „die richtige langfristige Lösung für unsere Unternehmenskunden war“, schrieb Lindsay in dem Memo, das als erstes von Geekwire gemeldet wurde.

Amazon Care wurde 2019 als Pilotprogramm für Mitarbeiter in Seattle gestartet. Der Dienst bietet virtuelle Pflegebesuche sowie kostenlose telemedizinische Beratungen und gegen Gebühr Hausbesuche. Im Februar führte das Unternehmen die virtuellen Angebote von Amazon Care landesweit für seine Mitarbeiter und andere Unternehmen ein. Im vergangenen Monat erwarb Amazon die Gesundheitsplattform One Medical für 3,9 Milliarden US-Dollar. Anfang dieser Woche berichtete Gründerszene, dass Amazon laut US-Medien für den Anbieter von häuslichen Gesundheitsdiensten, Signify Health, bietet. [Mehr bei CNBCThe Information und Wall Street Journal]

Auf Gründerszene: Bei vielen Startups gibt es derzeit Massenentlassungen. Angestellte trifft das hart, auch jene, die über ESOP-Programme am Erfolg der Unternehmen beteiligt waren. Was passiert eigentlich mit den Firmenanteilen von Mitarbeitern bei einer Kündigung? Das hat uns der Steuerexperte und Rechtsanwalt Mirco Zantopp erklärt. [Mehr bei Gründerszene+]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Peloton hat bekannt gegeben, dass seine Fahrräder und Laufbänder jetzt bei Amazon verkauft werden. Damit verlässt der Hersteller von Fitnessgeräten offiziell seine Direct-to-Consumer-Strategie. Peloton hofft, damit die rückläufigen Verkäufe anzukurbeln. Die Investoren scheinen Pelotons Third-Party-Retail-Strategie zu befürworten: Die Aktie des Unternehmens stieg nach der Nachricht um rund 18 Prozent. Das Peloton-Papier war in diesem Jahr um mehr als 60 Prozent gefallen. [Mehr bei The Information und Wall Street Journal]

Nvidia hat in den abgelaufenen drei Monaten im Vergleich zum Vorquartal einen Umsatzrückgang um 19 Prozent auf 6,7 Milliarden US-Dollar verzeichnet. Der wertvollste Chipkonzern der Welt bekommt damit den Einbruch in der globalen Chipindustrie und insbesondere geringere Verkäufe seiner Gaming-Produkte zu spüren. Das Unternehmen hatte vor zwei Wochen bereits eine Gewinnwarnung ausgesprochen. Der Nettogewinn für das abgelaufene Quartal lag bei rund 1,3 Milliarden Dollar. Das waren rund 62 Prozent weniger als im Vorquartal. Die Nvidia-Aktie sank nachbörslich zwischenzeitig um fünf Prozent. Seit Jahresbeginn ist die Aktie bereits um mehr als 40 Prozent abgesackt. [Mehr bei CNBCHandelsblatt und Wall Street Journal

Salesforce rechnet mit weniger Umsatzwachstum. Schuld daran, so der US-Softwarehersteller, seien der starke US-Dollar und die verschärfte Konkurrenz im Cloud-Geschäft. Die Erlöse des Konzerns dürften bei maximal 31 Milliarden Dollar liegen (zuvor hatte Salesforce noch bis zu 31,8 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt). Im abgelaufenen zweiten Quartal stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn brach im Jahresvergleich aber von 535 Millionen auf 68 Millionen Dollar ein. Die Salesforce-Aktie fiel nachbörslich um mehr als fünf Prozent. [Mehr bei Handelsblatt und Bloomberg]

Bereal hat nach eigenen Angaben jetzt täglich mehr als zehn Millionen aktive Nutzer. Das französische Startup sammelte im vergangenen Jahr 30 Millionen US-Dollar in einer Serie-A-Finanzierung. Laut „The Information“ hat das Unternehmen in diesem Frühjahr in einer Serie-B-Runde zusätzliche Mittel zu einer Pre-Money-Bewertung von 600 Millionen Dollar aufgebracht. Bereal-Nutzer erhalten einmal pro Tag zu einem zufällig gewählten Moment eine Nachricht mit dem Text „Time to Bereal“. Sie haben dann zwei Minuten lang Zeit, um ein Foto von dem, was sie gerade tun, zu posten. [Mehr bei The Information]

Apple hat eine Presseveranstaltung für den 7. September in seinem Hauptsitz in Cupertino, Kalifornien, bestätigt. Analysten erwarten, dass Apple ein iPhone 14-Modell der neuen Generation, sowie neue Apple Watch-Modelle und möglicherweise andere Produkte vorstellen wird. Die Veranstaltung wäre die erste persönliche Indoor-Veranstaltung seit Beginn der Coronavirus-Pandemie im Jahr 2020. Apple hat Anfang dieses Jahres eine Veranstaltung für Entwickler abgehalten, aber die Keynote-Präsentation fand im Freien statt. [Mehr bei Axios und Reuters]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: KI-gesteuerte Drohnenschwärme: Klingt nach Science-Fiction. Doch die Münchener Firma Hattec wird bei der Entwicklung von Airbus gesponsert. [Mehr bei Gründerszene]

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Einen schönen Donnerstag!

Eure Gründerszene-Redaktion

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