September 28, 2022
10 Tipps für ein glücklicheres und ausgeglicheneres Leben

Glücklich leben einfach gemacht: Diese 10 Tipps werden Ihnen dabei helfen, im Alltag ausgeglichener zu sein

Wir leben in Zeiten, in denen unser Alltag von Stress dominiert wird. Der Druck, erfolgreich zu sein und über sich hinauszuwachsen ist omnipräsent. Das kann schnell anstrengend werden. Dazu kommt dann oft noch eine Angst vor dem Scheitern, oder eine generelle Angst nicht gut genug zu sein. Einen klaren Kopf zu bewahren, kann ab und an doch recht schwierig sein. Dabei klingt es immer so einfach und bei Leuten, die wir für ihre Ausgeglichenheit bewundern, wirkt es auch noch so mühelos. Aber wie gewinnt man an mentaler Stärke? Wie lernt man, an sich zu glauben und die Ängste, die einem im Kopf herumschwirren, stumm zu schalten? Die Antwort darauf ist: mit kleinen, aber stetigen Schritten. Oft denkt man, Selbstvertrauen und Stärke sind angeborene Charaktereigenschaften. Doch das stimmt so nicht ganz, jeder hat mal mit Zweifeln zu kämpfen. Diese zu minimieren, ist das Ziel. Wie Sie das schaffen und die selbstsicherste Version Ihrer selbst werden, das zeigen wir Ihnen mit unseren 10 Tipps.

1. Übernehmen Sie Verantwortung

Die eigenen Fehler auf andere zu schieben oder sich Ausreden einfallen zu lassen, scheint oft der beste, beziehungsweise der einfachste Ausweg zu sein. Doch das zeugt nun wirklich gar nicht von Charakterstärke. Man sollte immer zu seinen Fehlern stehen. Zudem sollte man sie einfach als Lernmomente ansehen, nicht als ein Scheitern. Natürlich ist es unangenehm, aber es gehört zum Leben dazu. Und wenn sie es sich einmal angewöhnen, dann fühlt sich auch nicht mehr alles direkt wie eine totale Katastrophe an.

2. Verlassen Sie Ihre Komfortzone

Routine kann wahrlich etwas Tolles sein – allerdings kann sie auch wie ein Käfig sein. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere, doch so entwickelt man sich nicht weiter. Man sollte sich ab und an einen kleinen Ruck geben und einfach etwas tun, das einem unangenehm vorkommt. Es kann gerne etwas Kleines sein. Hauptsache, man pusht sich dazu, etwas Neues auszuprobieren. Wie wäre es denn mal mit einem Kurztrip alleine? Oder Sie melden sich freiwillig bei der Arbeit, um etwas zu übernehmen, das normalerweise nicht in Ihren Aufgabenbereich fällt. Wie gesagt: fangen sie klein an. Sie müssen nicht direkt Fallschirmspringen gehen. 

3. Analysieren Sie Ihre Fehler

Nachdem man sich seine Fehler eingestanden hat, sollte man sie analysieren. Ja, es ist eine Plattitüde, aber wir sagen es Ihnen dennoch: Aus Fehlern lernt man. Vor allem ist Fehler machen das Natürlichste auf der Welt. Wie man mit den Fehlern umgeht, macht einen Menschen aus. Wenn Sie vor den Folgen Ihrer Fehler davonlaufen, nähren Sie bloß ihre Selbstzweifel. Dann wiederholen Sie wahrscheinlich dieselben Fehler eines Tages und mit der Zeit schwindet ihr Selbstbewusstsein immer mehr dahin. Deshalb sollten Sie sich das nächste Mal in Ruhe hinsetzen und ganz genau untersuchen, was Sie wann und wo falsch gemacht haben. Sollten Sie sich in der Zukunft jemals wieder in derselben oder in einer ähnlichen Lage befinden, werden Sie wissen, was Sie zu tun haben.

4. Lernen Sie “Nein” zu sagen

Es ist immer einfacher, “Ja” zu allem zu sagen. So macht man sich Freunde und ist am Ende des Tages Everybody’s Darling. Das geht sicherlich auch eine Zeit gut, aber eines Tages dann nicht mehr. Gerade auf der Arbeit ist es wichtig auch mal “Nein” zu sagen, sonst kommt der Burnout schneller als man denkt. Gerade zu Herausforderungen “Ja” zu sagen fühlt sich super an. An sich ist es auch etwas Gutes, da Sie nun aus ihrer Komfortzone herauskommen. Doch man sollte immer einen Blick darauf haben, wie viel Arbeit und Verpflichtungen man sich aufhalst. Es ist vollkommen okay “Nein” zu sagen, niemand wird Ihnen böse sein. Es fühlt sich bloß oft schwierig an, wir wissen das. Doch Sie müssen sich wirklich angewöhnen, “Nein” zu sagen, wenn Sie ihre mentale Verfassung verbessern willen. Und ja, wir wissen, dass auch dies eine Plattitüde ist, die jeder schon Tausende male gehört hat. Das macht es aber nicht weniger wahr.

5. Beenden Sie toxische Freundschaften und Beziehungen

Beziehungen jeglicher Art, egal ob freundschaftlich oder sexuell, sollten einem Energie geben und nicht nehmen. Oft merken wir es nicht direkt, wie ermüdend manche Menschen in unserem Leben wirklich sind. Man muss leider lernen, die Spreu vom Weizen zu trennen und dann von Zeit zu Zeit auch mal einen Frühjahrsputz der menschlichen Beziehungen machen. Im ersten Moment mag es sich vielleicht etwas falsch oder deprimierend anfühlen, doch auf lange Sicht werden Sie mehr Energie und mehr Zeit haben – zum Beispiel für Menschen, die diese auch wirklich verdient haben.

6. Akzeptieren Sie Ihre Schwächen

Es ist eine Kunst, seine Stärken zu kennen und diese auch richtig zu nutzen. Doch die Kehrseite davon ist mindestens genauso wichtig: die eigenen Schwächen zu kennen. Wer sich für perfekt hält, hat bereits verloren und wird wahrscheinlich auch eines Tages unschön vom hohen Ross fallen. Etwas Demut tut immer gut. Sehen Sie ihre Schwächen einfach als Chancen, noch besser und schlauer zu werden. 

7. Lernen Sie, Ihre Emotionen im Zaum zu halten

Selbstkontrolle sollte jeder erwachsene Mensch beherrschen. Bei Teenagern ist es vielleicht noch verständlich, wenn sie grundlos an die Decke gehen. Bei allen Menschen über 18 ist das hingegen nicht mehr vertretbar. Es ist vollkommen normal Emotionen zu verspüren – und bitte hören Sie damit auch nicht auf! Ein menschlicher Eisklotz zu sein, ist niemals das Ziel – doch man sollte Herr dieser sein und sich nicht von den eigenen Emotionen leiten lassen. Gerade bei negativen, wie zum Beispiel Wut. Es ist immer besser, eine Sekunde durchzuatmen und sich die Situation mit kühlem Kopf anzuschauen, bevor man dann handelt.

8. Zerlegen Sie große Aufgaben in mehrere kleine Teile

Wenn man einen Berg aus der Ferne betrachtet, scheint der Weg zum Gipfel eine schreckliche und unüberwindbare Aufgabe zu sein. Aus der Nähe betrachtet ist er einfach nur ein großer Felsbrocken, den man durchaus erklimmen kann. Schritt für Schritt nähert man sich dem Gipfel, alles mit Geduld. Die lohnenswerten Herausforderungen im Leben wirken anfangs immer beängstigend und schier unmöglich. Wenn man das große Ganze dann aber in viele Einzelteile runterbricht, wirkt alles doch machbar. Diese kleineren To-dos kann man dann ganz einfach nach und nach abarbeiten und bevor man es überhaupt merkt, ist die Mammutaufgabe schon erledigt.

9. Setzen Sie sich immer wieder neue Ziele

Stagnation ist der Tod des Esprits und der Kreativität. Man sollte natürlich glücklich sein mit dem, was man hat, aber Träume und Ehrgeiz machen uns als Mensch aus. Wenn Sie im Fitnessstudio 10 kg heben können, geben Sie sich damit ja auch nicht einfach zufrieden. Sie versuchen es auf 15 oder 20 kg zu steigern. Ohne neue Zielsetzungen gibt es auch keine Erfolgsmomente mehr im Leben. Nichts, worauf Sie sich freuen können. Ob Sie sich auf private oder berufliche Träume konzentrieren wollen, bleibt ganz Ihnen überlassen.

10. Erkennen Sie die Angst – und planen Sie für sie

Das berühmte Zitat von Nelson Mandela: “Der mutige Mann ist keiner, der keine Angst hat, sondern der, der die Furcht besiegt” bringt es auf den Punkt. Angst zu haben gehört zum Dasein als Mensch dazu, jeder von uns hat Ängste. Doch wirklich starke Menschen geben sich diesen nicht hin, sondern trotzen ihnen. Wer sich von seinen Ängsten steuern lässt, hat bereits verloren. Ein hilfreicher Typ für den Umgang mit Ängsten ist, sich das schlimmstmögliche Szenario vorzustellen. Klingt etwas morbide, aber hilft wirklich. Denn dieser Fall tritt fast nie ein, doch selbst wenn es so sein sollte, dann sind Sie darauf vorbereitet. Und wenn die Situation besser ausgeht – das ist zum Glück meistens so – freut man sich, da es nun mal deutlich schlimmer hätte sein können. Es ist alles eine Frage der Perspektive und etwas Realismus ist immer gut.


Artikel im Original bei GQ India erschienen, adaptiert von Daniel Bilinski

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